Thor

ANSPRUCH: TITEL:  

Thor

SPANNUNG:  

**

ENTSTEHUNGSLAND:  

USA

ACTION:  

***

ERSCHEINUNGSJAHR: 

2011

HUMOR  

**

REGIE:  

Kenneth Branagh

EROTIK: DARSTELLER: 

Chris Hemsworth

Anthony Hopkins

Natalie Portman

Stellan Skarsgard

GEWALT:  

*

LÄNGE:  

115 Minuten

GENRE:  

Action

Fantasy

Comic

DEUTSCHER KINOSTART:  

28. April 2011

ALTERSFREIGABE:  

F.S.K. 12

INTERNETSEITE:  

http://thor.marvel.com/

Thor Kinoplakatmotiv

WERTUNG:


Der Daumen schräg nach oben

Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn sie

IRON MAN von Jon Favreau mit Robert Downey Jr. und SUPERMAN RETURNS von Bryan Singer mochten.

 

Inhalt

Der junge und unerfahrene Himmelskrieger „Thor“, Sohn des allmächtigen Odin, wird von seinem Vater auf die Erde verbannt, nachdem er Krieg zwischen seinem und dem Volk der Eisriesen heraufbeschwor. Hier soll er Demut und Reife erlangen.

Währenddessen schmiedet sein Bruder finstere Pläne, um an Stelle von Thor König zu sein und das für immer.

 

Kritik

Jean Pierre Jeunet für „Alien-Resurrection“, Ang Lee für „Hulk“ und jetzt Kenneth Branagh für „Thor“. Hollywood scheint sich regelrecht an den Gedanken zu klammern, dass Regisseure anspruchsvoller und künstlerisch-wertvoller Werke dem „Big-Budget- Blockbusting“ einen neuen Ton verleihen. Sicher tun sie das, wenn auch nicht immer im positiven Sinne.

Im Gegensatz zu den ersten beiden Filmemachern, ist der Brite Branagh in seinem bisherigen Leben kein gänzlich unbeflecktes Blatt gewesen. 1994 schnupperte er bereits Hollywoodluft, als er seine Interpretation von Mary Shelleys „Frankenstein“ mit Robert De Niro in der Hauptrolle drehte. Auch damals war die Verbundenheit mit Shakespeare stets ersichtlich.

Ebenso wie in „Thor“, wo einige Szenen wie aus einem Bühnenstück anmuten.

Einerseits erhält der Film hierdurch mehr charakterliche Tiefe und einen originellen Touch, andererseits ist Branaghs Inszenierungsstil stellenweise etwas unstimmig und droht gegen Ende zu erlahmen.

Sehr gewöhnungsbedürftig ist auch der Kontrast zwischen der Götterwelt Asgard und dem Planeten Erde. Es ist fast schon trashig, wenn in der einen Szene ganze Armeen von Thors Hammer zerschlagen werden und in der nächsten eine desinteressierte Studentin den Donnergott mit einem Taser überwältigt.

Unterm Strich, gefallen die Szenen auf der Erde besser, da sie mehr Raum für Identifikation mit den Charakteren bieten. Die humoristischen Elemente, die unweigerlich entstehen, wenn ein Donnergott in einem Fastfood Restaurant zum ersten Mal in seinem Leben einen Softdrink konsumiert, oder sich in einer Bar amüsiert, sind die Aspekte, die „Thor“ sympathisch wirken lassen und letztendlich ausmachen.

Den aufstrebenden Chris Hemsworth als Donnergott zu casten, war sicherlich ein Glücksgriff. Die zum einen menschliche, zum anderen überhebliche und göttliche Seite, bringt der charismatische Mime aus Down Under gut zur Geltung.

Natalie Portman ist ebenfalls sympathisch in ihrer Rolle als Astrophysikerin Jane Foster, schöpft aber erwartungsgemäß wenig von ihrem schauspielerischen Potential aus, ähnlich wie zuvor in den neuen „Star Wars“ Filmen. Das selbe gilt auch für Stellan Skarsgard, dessen Talent ebenso ungefordert bleibt. Kenneth Branagh ist ein Schauspielfetischist, was seine Entscheidung für Robert De Niro bei „Frankenstein“ und Anthony Hopkins in „Thor“ verdeutlicht. Beide sind Schwergewichte, die selbst solch fantastischem Material einen edlen Anstrich verleihen. Aber auch Branagh kann mit seiner 1A Schauspielgarde nicht gegen die Oberflächlichkeit der Story ankämpfen. Genretypisch, bleibt den Mimen schlicht und ergreifend kein Raum, um sich zu entfalten.

Kurzum, etwas mehr Komplexität in der Story, die der unglaublich unfangreichen Mythologie um den Donnergott mehr Anteil gezollt hätte und vor allem, der Verzicht auf das, mal wieder vollkommen überflüssige 3D-Format, hätten „Thor“ wohl zum genialen Sommerblockbuster gemacht. Trotz allem macht das vorliegende Ergebnis Spaß und nicht zuletzt, wegen der vielen kleinen Anspielungen auf andere Marvelhelden, Lust auf mehr.                      

Johannes Scholten

FAZIT Auch wenn man von Regisseur Kenneth Branagh möglicherweise mehr erwarten könnte/sollte, ist ihm hier ein charismatischer Blockbuster gelungen, der in jedem Fall sehenswert ist.

Advertisements

Veröffentlicht am 13. Juli 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: