Transformers: Dark of the Moon

ANSPRUCH:  TITEL:  

Transformers: Dark of the Moon

SPANNUNG:  

**

ENTSTEHUNGSLAND:  

USA

Kambodscha

ACTION:  

****

ERSCHEINUNGSJAHR:  

2011

HUMOR:
 

*

REGIE:  

Michael Bay

EROTIK:  

*

DARSTELLER:  

Shia Lebeouf

Rosie Huntington-Whiteley

Josh Duhamel

John Turturro

GEWALT: 

*

LÄNGE: 

157 Minuten

GENRE: 

Action

Scinece-Fiction

DEUTSCHER KINOSTART:  

29. Juni 2011

(Preview am 29. Juni 2011 um 0:00 Uhr)

ALTERSFREIGABE:  

F.S.K. 12

INTERNETSEITE:  

http://www.transformersmovie.com/

 

Transfomers Dark of the Moon Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

 Der Daumen schräg nach oben

Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn sie TRANSFORMERS und TRANSFORMERS: DIE RACHE mit Shia Labeouf von Michael Bay mochten.


 

Inhalt

Sam Witwicky ist unmissverständlich erwachsen geworden.

Anstatt College und Studium, quält ihn mittlerweile die Suche nach einem Job. Kein Wunder, dass da der Krieg zwischen den Autobots und den Decepticons in Vergessenheit gerät. Erneut in Erinnerung treten die Transformers, als ein gigantisches Raumschiff auf der dunklen Seite des Mondes entdeckt wird, welches ungeahnte Waffentechnologie an Bord hat. Es beginnt ein Rennen um die Zeit, im Zuge dessen sich die Menschen, zusammen mit den Autobots, gegen die diabolischen Decepticons rüsten…

 

Der „Bay Buster“

Seine ehemalige Dozentin von der Filmschule, Jeanine Basinger, bescheinigte einem 18 jährigen Jungen ein außergewöhnliches Auge für das Einfangen von Bewegungen auf Film.

Michael Bay war sein Name. Damals wie heute, scheiden sich die Geister an dem wohl visuellsten Regisseur der Neuzeit. Einflussreiche Filmkritiker, wie Roger Ebert, verachten sein Schaffen geradezu und verreißen seine Filme fast Ausnahmslos in Branchenblättern wie derVarietyund dem Hollywood Reporter.

Das Publikum hingegen, liebt den Meister der Explosionen und Special Effects. Fast drei Milliarden !!! $ haben seine Filme bisher in die weltweiten Kinokassen gespült.

Der Grund dafür, ist wohl in Michael Bays erzählerischem Stil zu suchen. Schnelle Schnitte, viele verschiedene Locations, die sich rasend schnell abwechseln und eine Hochglanzoptik, wie in einem Werbefilm oder Musikvideo.

Seine Filme  sind lang, zwei Stunden ist das absolute Minimum, trotzdem kommt praktisch niemals Langeweile auf, aber warum?

Weil er nichts wagt, an dem das Erzähltempo scheitern könnte. Alles ist stets klar gegliedert, offensichtlich und durchdacht, nichts wird dem Zufall überlassen, jede Kameraeinstellung ist durchkomponiert. Auch wenn viele der Ansicht sein mögen, dass hierdurch Dinge verloren gehen, Zufälle und Unvorhersehbarkeiten, Aspekte, die einen Film authentischer erscheinen lassen, tut dies hier nicht wirklich etwas zur Sache. Bay Filme haben nicht den Anspruch realistisch zu sein, sie wollen schlichtweg unterhalten, begeistern und als Flucht aus der Realität dienen, ein Ziel, dass bravourös erreicht wird.

Alles ist perfekt, vom Sonnenunter – bzw. Aufgang, vor dem der Kalifornier bevorzugt Soldaten zeigt, die zu ihren Jets sprinten, begleitet von Stars und Stripes, die im Hintergrund (oder Vordergrund) wehen und stets allgegenwärtig sind, bis hin zu Automobilen und Waffen, State of the Art, versteht sich. Michael Bays visueller Stil ist kurz gesagt bahnbrechend und wurde von diversen Kritikern sogar mit den experimentellen Kameraperspektiven der Nouvelle Vague Filmer verglichen.

Genau wie im Film, kommt es auch in der Realität nur auf den „Point of View“ an.

Klammert man sich krampfhaft an dramaturgischen Gesichtspunkten oder der Tiefgründigkeit der Dialoge bzw. des Drehbuches im Allgemeinen fest, so wird man Filme wie „The Rock – Fels der Entscheidung“ oder „Transformers“ als Hollywoodmüll betrachten.

Hat man allerdings ein objektives Auge, wird man zu dem Schluss kommen, dass diese Filme ihrem Anspruch gerecht werden, nämlich zu unterhalten und schlichtweg sexy zu sein.

Michael Bay ist ein Meister seines Faches, hat den aktuellen „Los Angeles Film Look“ begründet, ist sicherlich zu Recht in der wohl renomiertesten Filmkollektion, der amerikanischen Criterion Collection vertreten und zudem einer der ertragreichsten Filmemacher aller Zieten.

 

Kritik

Nach einem sehr gelungenen ersten Teil und einem deutlich schwächeren zweiten Part, schließt Regisseur Michael Bay nun mit „Transformers: Dark of the Moon“ seine Trilogie ab.

Zum ersten Mal, hat sich der Filmemacher an die neue 3D Technologie gewagt.

Zusammen mit James „Jim“ Cameron, und dessen Cameron–Pace Fusion 3D Kameras, präsentiert er nun ein beeindruckendes Ergebnis.

Nach zahllosen Filmen, bei denen 3D schlichtweg überflüssig war („Thor“, „Fluch der Karibik 3“…) kommt mit „Transformers 3“ nach „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ der zweite Live-Action Film, bei dem sich der Ticketaufschlag definitiv lohnt.

Durch die markante Werbefilm-Optik, die durch den Einsatz von unzähligen Filtern und der Nachbearbeitung am Computer entsteht, den durchgestylten Kameraeinstellungen und den wohl besten Spezial Effekten seit „Avatar“, entsteht ein unglaublich räumliches Erlebnis, dass einer Achterbahnfahrt in nichts nachsteht. Michael Bays Stil ist wie geschaffen für das neue Format und macht „Transformers 3: Dark of the Moon“ zu nichts geringerem als visuelle Pornographie. Sympathisch ist die Tatsache, dass Michael Bay trotz dem Einsatz der digitalen Kamera Rigs, so viele Szenen wie möglich noch auf Film gedreht hat.

Erstaunlicherweise ist einer der modernsten und Technik-affiniertesten Regisseure der Gegenwart ein Nostalgiker, wenn es um Film geht.

Durch die Integration der Apollo 11 Thematik und des Raumfahrtprogramms der Amerikaner in den 60er Jahren im Allgemeinen, erhält der Film einen größtmöglich authentischen Anstrich, wenn man berücksichtigt, dass es sich um Roboter handelt, die sich in Autos transformieren können und vice-versa.

Generell ist Teil drei düsterer und auch brutaler, als die beiden Vorgänger.

So sieht man etwa zum ersten Mal in der Geschichte der Reihe, wie ein Mensch getötet wird, ohne, dass sein Leichnam wie in einem zensierten Computerspiel einfach verschwindet.

Alles andere ist noch extremer als zuvor.

Mehr Autos, teurere Autos, bessere Spezial Effekte, die den Dimensionen der neuen „Star Wars“ Trilogie in nichts nachstehen und ein noch offensichtlicherer, plakativerer und chauvinistischerer Umgang mit Sexualität, kurzum, Michael Bay in Reinkultur.

Mit John Malkovich, John Turturro und Frances McDormand auf der einen und ShiaLeBeouf, Rosie Huntington-Whiteley und Patrick Dempsey auf der anderen Seite, ist „Transformers 3“ nicht nur prominent besetzt, sondern vereint auch auf einzigartige Weise einen kommerziellen mit einem künstlerisch anspruchsvolleren Cast.

Nicht zuletzt hierdurch, erhält der Film eine universelle Qualität.

Komponist Steve Jablonsky, der mit seiner Musik zu Teil eins einen der besten Actionscores aller Zeiten schuf, liefert erneut einen soliden Soundtrack ab, der jedoch nicht mit seinen vorherigen Arbeiten mithalten kann. Ähnlich wie bei Hans Zimmer und „Fluch der Karibik“, scheint sich die musikalische Kreativität in Bezug auf die „Transformers“ Filme langsam erschöpft zu haben. Dennoch ist die Musik eine sehr gelungene Ergänzung zu den ebenso durchkomponierten Bildern.

Einziges Manko ist die Bay-typische Länge. Gigantische Roboter, die sich mit noch gigantischeren Artgenossen bekriegen, bieten einfach nicht genügend Inhalt für 157 Minuten Film. Und auch, wenn die Spezial Effekte noch so beeindruckend sind, gewöhnt man sich schnell an die Materialschlacht und ist nicht mehr so begeistert, wie zu Beginn.

Hätte man den Film ein wenig gestrafft, wäre wohl auch das allzu abrupt wirkende Ende nicht weiter aufgefallen.

Johannes Scholten

FAZIT Michael Bay in Reinkultur!

Die beeindruckenden 3D Effekte, ebenso wie die Hochglanzoptik, sind ein wahrer Augenschmaus.

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Veröffentlicht am 13. Juli 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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