The Way Back

ANSPRUCH: 

**

TITEL: 

The Way Back

SPANNUNG: 

****

ENTSTEHUNGSLAND: 

Indien

Marokko

Bulgarien

Australien

ACTION: 

*

ERSCHEINUNGSJAHR: 

2011

HUMOR: 

*

REGIE: 

Peter Weir

EROTIK: DARSTELLER: 

Jim Sturgess

Colin Farrell

Es Harris

Saoirse Ronan

GEWALT:* LÄNGE: 

133 Minuten

GENRE: 

Abenteuerfilm

Drama

DEUTSCHER KINOSTART: 

30. Juni 2011

ALTERSFREIGABE: 

F.S.K. 12

INTERNETSEITE: 

http://www.thewaybackthemovie.com/

The Way Back Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

Der Daumen hoch

Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn sie SO WEIT DIE FÜßE TRAGEN und RESCUE DAWN mit Christian Bale von Werner Herzog mochten.


 

Inhalt

Nachdem eine kleine Gruppe polnischer Kriegsgefangener aus einem sibirischen Lager, angeführt von Janusz, der wie kein Zweiter nach Freiheit verlangt, entfliehen konnte, beginnt für die Flüchtigen eine fast 6500 Kilometer umspannende Odyssee und mit ihr ein Kampf ums nackte Überleben. Sie durchqueren Russland, die Mongolei und den Himalaya, um ins neutrale Indien zu gelangen…

 

Kritik

Nach fast schon malick`schen sieben Jahren Leinwandabstinenz, meldet sich Australiens Exportschlager und Meisterregisseur Peter Weir nun mit einem klassisch inszenierten und beeindruckenden Abenteuerfilm zurück. „The Way Back“ erinnert an die Adventuremovies der 90er Jahre, wie beispielsweise „Der mit dem Wolf tanzt“ oder „Wolfsblut“. Bedauerlicherweise sind solche Filme heutzutage eine Seltenheit geworden.

Ebenso wie bei Terrence Malicks „The Tree of Life“, hat sich auch bei „The Way Back“ das Warten gelohnt. Peter Weir hat ein Epos voller Schönheit und Anmut, aber auch voller Schrecken und unvorstellbaren Strapazen geschaffen, deren Bewältigung ein Beweis für die Kraft des menschlichen Dranges nach Leben darstellt.

Wie gewohnt, blühen seine Stars unter Weir im wahrsten Sinne des Wortes auf. Besonders Colin Farrell als patriotischer russischer Krimineller „Valka“, ist äußerst beeindruckend. Ähnlich wie schon Jim Carrey in der „Truman Show“, begibt sich auch Farrell auf neues Terrain und bewegt sich damit in eine Richtung mit Christian Bale („The Fighter“) und Leonardo DiCaprio („Shutter Island“). Aber auch Jim Sturgess und Saoirse Ronan überzeugen in diesem illustren und farbenfrohen Ensemble. Geadelt wird dieses von Ed Harris. Er spielt den Amerikaner Smith, der, befragt nach seinem Vornamen schlichtweg „Mr.“ entgegnet. Er ist das rational und logisch denkende Rückrat der Truppe, der älteste und erfahrenste von allen, der einzige, der sich nicht von seinen Emotionen blenden lässt.

Seinen unverkennbaren visuellen Stil, hat Regisseur Peter Weir nicht nur konserviert, sondern bravourös entwickelt. Gerade bei einer Thematik wie dieser, kann Weir seinem Fetisch für wunderschöne, grand-scaled-pictures freien Lauf lassen. Er lässt sich Zeit beim erzählen der Geschichte, aber nie zuviel, sodass Langeweile hier ein Fremdwort bleibt. 133 Minuten gehen schnell vorbei, zu schnell, bei einem derartig gelungenen Cast und den tollen Einstellungen.

Peter Weir vertraut zum mittlerweile sechsten Mal auf seinen Kamera-und Landsmann Russell Boyd. Absolut zu Recht. Boyd fotografiert mit epischer Größe die Eiswüste Sibiriens, den Himalaya und die mongolische Einöde.Mehr als einmal wünscht man sich, er hätte dies in 70mm getan und damit „Lawrence von Arabien“ vermutlich Konkurrenz gemacht. (Man sehe sich nur die Fata Morgana-Sequenz an!).

Begleitend zu dieser betörend schönen Bildsprache, überzeugt der Score des deutschen Komponisten Burkhard von Dallwitz, der schon die Musik zu Weirs „Truman Show“ beisteuerte. Sein Soundtrack steht den Bildern in nichts nach und ist ebenso kommerziell wie feinfühlig, sensibel und komplex. Es ist wie eine Mischung aus Hans Zimmer und Clint Mansell, ein Duett aus großer Hollywoodmusik und atmosphärischen Untertönen voller mannigfaltiger Mysteriösität. Durch sein Starensemble uns letztendlich auch die Musik, bekommt „The Way Back“ eine massentaugliche Einfärbung, was als durchaus positiv zu werten ist. Wird dieser Film erfolgreich, so müssen wir vielleicht nicht erneut sieben lange Jahre warten, bis das nächste Meisterstück des Peter Weir einen unvergesslichen Eindruck auf der Leinwand hinterlässt.

Johannes Scholten

FAZIT

Ein Film, der anspruchsvoll und doch, dank der bekannten Gesichter und der mainstreamtauglichen Musik für die breite Masse geeignet ist. „The Way Back“ ist nicht nur sehenswert, sondern Pflichtprogramm!

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Veröffentlicht am 15. Juli 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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