2012

 

ANSPRUCH:  TITEL:

2012

SPANNUNG: 

**

ENTSTEHUNGSLAND:

USA

Kanada

ACTION:        

****

ERSCHEINUNGSJAHR:

2009

HUMOR:         

*

REGIE:

Roland Emmerich

EROTIK:         DARSTELLER:

John Cusack

Amanda Peet

Chiwetel Ejiofor

Thandie Newton

GEWALT:      

*

LÄNGE:

158 Minuten

GENRE:          

Katastrophenfilm

DEUTSCHER KINOSTART:

12. November 2009

ALTERSFREIGABE:

F.S.K. 12

INTERNETSEITE:

http://www.sonypictures.com/movies/2012/

2012 Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

Der Daumen schräg nach oben

Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn sie Roland Emmerichs THE DAY AFTER TOMORROW  und INDEPENDENCE DAY mochten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt

Wir schreiben das Jahr 2009. Führende Wissenschaftler warnen die US Regierung vor einer bevorstehenden Katastrophe. Auf Grund von Sonneneruptionen gigantischen Ausmaßes, kommt es zum Erhitzen des Erdkerns. Dieses Phänomen löst gewaltige Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis hervor, die den gesamten Planeten zerstören bzw. überfluten könnten.

Im Angesicht dieser Bedrohung schmiedet die Regierung Pläne für eine Art Arche, welche einige, wenige auserwählte Menschen retten soll.

Drei Jahre später trifft genau dieses beschriebene Inferno zu. Das Ende der Welt ist gekommen.

Nur eine Hand voll Zivilisten hat dieses Spektakel vorausgesehen, wie etwa der eigensinnige Wissenschaftler Charlie Frost, welcher nebenbei eine subversive Radiosendung moderiert.

Als Los Angeles als erste Stadt von einem verheerenden Erdbeben in seine Einzelteile zerlegt wird, besucht der Groschenromanautor Jackson Curtis gerade mit seinen zwei Kindern den Yellowstone Nationalpark. Gemeinsam mit Curtis Exfrau und deren neuem Lebensgefährten, einem reichen, plastischen Chirurgen, flieht die Familie vor dem Ende der Welt nach China, denn dort ruht womöglich ihre letzte Hoffnung…

Kritik

Mit 2012 dreht der deutsche Regisseur Roland Emmerich nach „The day after tomorrow“ erneut einen Katastrophenfilm. Eines vorweg, etwas wirklich Neues ist ihm damit nicht gelungen.

Der Film ist ,ähnlich wie auch sein Vorgänger, sehr klassisch gehalten.

Zu Beginn wird die bevorstehende Katastrophe erläutert, was wiederum bei den Politikern auf taube Ohren stößt. Nur eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern steht hinter der Armageddontheorie,  unter ihnen ist der Groschenromanautor Jackson Curtis, sowie der umstrittene Wissenschaftler und Radiomoderator Charlie Frost. Die Darsteller sind alle Mittelmaß bis gut.

Letzteres gilt aber besonders für Woody Harrelson als Charlie Frost. Durch seine quirlige, ironische Art, lockert er das gesamte Geschehen angenehm auf. Auch die Tatsache, dass man kurz vor seinem Tot, als eine gigantische Feuerwalze auf ihn zukommt,  klar und deutlich seinen „Bauarbeiterausschnitt“ sehen kann, zeugt von einer gewissen Selbstironie des Regisseurs.

Danny Glover als Präsident der vereinigten Staaten, wirkt glaubhaft, aber nicht hervorragend, was allerdings auch daran liegen dürfte, dass es keine wirklich anspruchsvolle Rolle ist. Seine patriotischen Reden wirken teils albern und man ist merkwürdig peinlich berührt von Sätzen, wie etwa: „ Die Welt, wie wir sie kennen, geht zu Ende“. Vermutlich liegt das daran, dass man Sätze wie diese schon zu oft gehört hat.

George Segal als Russen Milliardär Tony Delgatto kann durch seine äußert markante Synchronstimme punkten, die weit passender und vor allem lustiger ist, als sein O – Ton.

John Cusack fällt durch sein Spiel nicht weiter auf und versinkt im Mittelmaß. Man hätte sich für den Protagonisten einen interessanteren Charakter ausdenken können.

Ein großes Problem bei Filmen wie „2012“, ist die Tatsache, dass für originelle Ideen kaum noch Spielraum bleibt. Man hat so gut wie alles schon einmal gesehen und kann nur noch durch sehr wenige Einfälle überrascht werden.

Was auch für die Spezial – Effekte gilt, welche in einem Film diesen Genres eine enorm wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Rolle spielen. Die Effekte in „2012“ sind gut, jedoch nicht hervorragend! Vergleicht man den momentanen State of the Art der Effekte, den sicherlich zur Zeit „Transformers: Revenge of the Fallen“ darstellt, mit den Effekten aus „2012“ so merkt man, dass deutliche  Qualitätsunterschiede vorhanden sind.

Einzig die Größenordnung der Verwüstung in „2012“ hat bisher nicht dagewesene Dimensionen. Man könnte sagen, es ist der ultimative Katastrophenfilm, es gibt durch Tsunamis verursachte Riesenwellen, Wirbelstürme, Vulkanausbrüche und sogar die Verschiebung von ganzen Kontinenten.

Interessant ist auch, dass sich in diesem Film die totale Katastrophe nicht abwenden lässt und man sich unweigerlich fragt, „what`s next?“. Die Antwort sind drei gigantische Archen, eine für das asiatische Volk, eine für das amerikanische und eine für das europäische. Eine interessante Idee, die gleichzeitig auch ein wenig über den Tellerrand des Genres hinaus schaut, da hier moralische –  und ethische Fragen aufgeworfen werden.

Welche Menschen müssen gerettet werden und welche sind entbehrlich und wer ist überhaupt   autorisiert, dies zu entscheiden?

Ist es legitim, dass man einigen, wenigen Superreichen für eine Milliarde Euro pro Kopf eine Fahrkarte für ein Leben in eine neue Welt verkauft, mit der Begründung, dass man ohne diese Zuschüsse den Bau der Archen nicht in so kurzer Zeit hätte vollenden können?

Das er diese Fragen aufwirft und eine Zerstörung in einer, bisher nie dagewesenen Größenordnung zeigt, sind die beiden Pluspunkte von „2012“.

Insgesamt ein würdiger Abschluss des Katastrophenfilm Abschnittes in der Karriere von Roland Emmerich, der sich nun anderen Projekten zuwenden möchte, wie etwa einem Shakespearefilm.

Vermutlich findet der „Spielbergle von Sindelfingen“ aber auch in der Welt des englischen Poeten irgendetwas, dass man zerstören und / oder glorifizieren kann!

Johannes Scholten

FAZIT  Ein Katastrophenfilm mit gigantischen Proportionen, der sonst nicht viel Neues zu bieten hat!

 

 

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Veröffentlicht am 25. Juli 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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