Antikörper

 

 

ANSPRUCH: 

**

TITEL:

Antikörper

SPANNUNG: 

****

ENTSTEHUNGSLAND:

Deutschland

ACTION:        

***

ERSCHEINUNGSJAHR:

2005

HUMOR:  

 

REGIE:

Christian Alvart

EROTIK:        

**

DARSTELLER:

Wotan Wilke Möhring

Andre Hennicke

Heinz Hoenig

Ulrike Krumbiegel

GEWALT:      

***

LÄNGE:

122 Minuten

GENRE:          

Thriller

Action

DEUTSCHER KINOSTART:

7. Juli 2005

ALTERSFREIGABE:

F.S.K. 18

INTERNETSEITE:

http://www.Antikoerper-derfilm.de

 

Antikörper Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

 

 

 

Der Daumen hoch

 

 

  Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn sie

DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER mit Anthony Hopkins

und SE7EN von David Fincher, mit Brad Pitt mochten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt

Der Dorfpolizist Michael Martens ist auf der Suche nach einem Kindermörder und Vergewaltiger.

In seinem Dorf wurde ein kleines Mädchen brutal misshandelt und getötet.

Als in Berlin der berüchtigte Serienmörder Gabriel Engel gefasst wird, ist Michael davon überzeugt, seinen Täter gefunden zu haben.

Er reist in die Hauptstadt, um Engel zu verhören…

 

Kritik

Dieser Film beeindruckt zutiefst!

Umso mehr, wenn man berücksichtigt, welches Image dem deutschen Film noch immer anhaftet.

Er ist nicht abwechslungsreich genug, unoriginell und trocken.

Gegenstand der Handlung ist meist der Nationalsozialismus, die DDR oder ein anderes Ereignis,  welches für die deutsche Geschichte von Bedeutung ist.

Nur in seltenen Ausnahmen kann der Film „made in Germany“ mit der Konkurrenz aus Übersee schritthalten.

„Antikörper“ ist eine solche Ausnahme. Eindrucksvoll wird hier bewiesen, dass es auch anders geht.

Die Darsteller, allen voran Andre Hennicke als Psychopath Gabriel Engel, sind hervorragend.

Hennicke spielt so überzeugend, dass er alleine deswegen schon fast sympathisch wirkt.

Seiner Gestik, Mimik und selbst seiner Aussprache haftet etwas Böses an, jedoch ohne übertrieben und somit unauthentisch zu wirken.

Auch Heinz Hoenig als Berliner Bulle Kommissar Seiler ist passend besetzt worden.

Durch seine Schwäche für das Rotlichtmilieu Berlins, sowie seinem schmutzigen Humor, offenbart auch sein Charakter eine dunkle Seite, welche hervorragend in den, ebenfalls düsteren Kontext des Filmes passt.

Die herausragende Leistung der Darsteller ist sicherlich auch der Verdienst von Jungregisseur Christian Alvart. Offensichtlich ist seine Schauspielführung ebenso souverän, wie sein filmischer Geschmack.

Jedes Bild spiegelt die langjährige Erfahrung von Kameramann Hagen Bogdanski wieder. Besonders hervorzuheben, sind hier die Szenen in Michaels Dorf zu Beginn des Filmes, sowie die Rückblende, in welcher Michael über das Feld und durch den Wald geht, um schließlich den grässlich entstellten Leichnam des kleinen Mädchens zu entdecken.

Diese Szenen strahlen eine fast schon poetische Kühle aus.

Ebenso cool, ist der von elektronischen Beats strotzende, dynamische Score von Komponist Michl Britsch, welcher auch den genialen Soundtrack zu Alvarts neuestem Werk, „Pandorum“ beisteuerte.

„Antikörper“ ist einfach in sämtlichen Bereichen geradlinig und konsequent, jedoch keinesfalls konservativ.

Regisseur Christian Alvart ist hiermit ein, trotz kleinem Budget, äußerst beeindruckender Film gelungen, der durchaus mit vergleichbaren Titeln aus den Staaten konkurrieren kann und somit zu Recht sein Sprungbrett nach Hollywood war.

Johannes Scholten

 FAZIT Eines der wenigen deutschen Meisterwerke jüngerer Zeit.

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Veröffentlicht am 25. Juli 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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