Buried-Lebend begraben

ANSPRUCH: 

**

TITEL:

Buried-Lebend begraben

SPANNUNG: 

***

ENTSTEHUNGSLAND:

Spanien

ACTION:        

 

ERSCHEINUNGSJAHR:

2010

HUMOR:         

 

REGIE:

Rodrigo Cortes

EROTIK:        

 

DARSTELLER:

Ryan Reynolds

Jose Luis Garcia Perez

Robert Paterson

Stephen Tobolowsky

GEWALT:      

*

LÄNGE:

95 Minuten

GENRE:          

Thriller

DEUTSCHER KINOSTART:

4. November 2010

ALTERSFREIGABE:

F.S.K. 16

INTERNETSEITE:

http://www.experienceburied.com

 

Buried Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

 

 

 Der Daumen schräg nach oben

 

 

 

 

 

  Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn sie Steven Spielbergs DUELL und die Filme von Alfred Hitchcock mochten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt

Paul Conroy ist Truckfahrer im Irak. Während einer Transportfahrt, gerät sein Convoy unter Beschuss. Conroy wird gefangen genommen und bei lebendigem Leibe begraben. Eingeschlossen in seinem hölzernen Gefängnis, hat er nur noch Luft für 90 Minuten. Neben einem Feuerzeug, einem Stift und zwei Leuchtstäben, befindet sich auch noch ein Handy in dem Sarg, aber es ist nicht Pauls Telefon…

 

Kritik

So ziemlich alles an diesem Film ist eine Überraschung. Sei es die, an Hitchcock erinnernde Geschichte, oder der Hauptdarsteller Ryan Reynolds.

In Zeiten von, sich gegenseitig bekämpfenden Riesenrobotern, die nebenbei noch ganze Städte verwüsten und weich gespülten Vampirfilmen, ist es mehr als erfrischend, einen kleinen Film wie „Buried“ zu sehen, der doch ganz groß ist.

Normalerweise müssen solche Werke, mit einem verschwindend geringen Budget, entweder ultra brutal sein, oder massenwirksame Gruseleffekte besitzen, wie etwa „Paranormal Activity“. Hier trifft man aber nur auf minimalistische, präzise und absolut erbarmungslose Spannung, die an Spielbergs „Duell“ erinnert.

Zum einen dieser Spannung, zum anderen seiner originellen Thematik, hat der Film von Regisseur Rodrigo Cortes zu verdanken, dass er seinen Weg in die Mainstreamkinos dieser Welt gefunden hat.

Man kann hier im wahrsten Sinne des Wortes von einem Kammerspiel sprechen, ein Drehort, ein Darsteller und eine tödliche Situation. Der Drehort, war ein Filmstudio im spanischen Barcelona, in dem, in nur 17 Tagen ein kleines Meisterwerk geschaffen wurde, die tödliche Situation ist zwar originell, aber auch zweckdienlich, der Darsteller allerdings ist eine wahre Überraschung!

Wer hätte gedacht, dass nach Mickey Rourke in „The Wrestler“, ausgerechnet Hollywoodschönling Ryan Reynolds, bekannt aus oberflächlichen Actionfilmen („Smoking Aces“) und Klischeehaften Romanzen („Selbst ist die Braut“), eine Tour de Force hinlegen würde, die ihres Gleichen sucht.

Ohne Costars, ohne Action, ohne Effekte, sprich, ohne Hollywood, alleine in einem Sarg zu liegen und nur durch Mimik, Gestik und natürlich die Stimme, eine 95 minütige Onemanshow zu bieten, gehört sicherlich zu den anspruchsvolleren Schauspielübungen. Das Mr. Reynolds diese Hürde bewältigt, erschien bis er sich lebendig begraben ließ, so wahrscheinlich wie ein weiterer Auftritt von Mel Gibson als „Mad Max“. Es ist schön zu sehen, wenn ein solches Potential sich endlich entfalten darf und es bleibt zu hoffen, dass weitere, anspruchsvolle Rollen für Ryan Reynolds folgen werden, in denen er sich erneut beweisen und auch weiterentwickeln kann, denn das wäre ein klarer Kurs in Richtung Academy Award. Auch Regisseur Rodrigo Cortes und Drehbuchautor Chris Sparling bekommen durch „Buried“ hoffentlich die Chance auf mehr Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ideen.

Johannes Scholten

FAZIT Ein Film, wie man ihn lange nicht mehr vor so großem Publikum gezeigt hat,

ein Musterbeispiel für originelles und lupenreines Filmemachen!

 

 

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Veröffentlicht am 25. Juli 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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