Easy Rider

ANSPRUCH: 

**

TITEL:

Easy Rider

SPANNUNG:    ENTSTEHUNGSLAND:

USA

ACTION:           ERSCHEINUNGSJAHR:

1969

HUMOR:        

**

REGIE:

Dennis Hopper

EROTIK:        

*

DARSTELLER:

Peter Fonda

Dennis Hopper

Jack Nicholson

Luana Anders

GEWALT:      

*

LÄNGE:

95 Minuten

GENRE:          

Drama

DEUTSCHER KINOSTART:

19. Dezember 1969

ALTERSFREIGABE:

F.S.K. 16

INTERNETSEITE:

http://www.sonypictures.com/homevideo/catalog/catalogDetail_DVD043396039377.html

Easy Rider Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

Der Daumen zur Seite

Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn sieTHE WILD ONE mit Marlon Brando undTHE WILD ANGELS von Roger Corman mit Peter Fonda mochten.

 

 

Inhalt

Nachdem die beiden Motorrad Outlaws Billy und Wyatt bei einem Drogendeal in Los Angeles eine Menge Geld verdient haben, ziehen sie mit ihren Bikes einmal quer durch die USA.

Auf ihrem Weg treffen sie allerhand verschiedene Menschen und sammeln allerhand verschiedene Eindrücke, sowohl positive, wie auch negative.

Als sie einen Anhalter mitten in der Wüste auflesen, stellt sich heraus, dass dieser Mann Mitglied einer Hippiekommune ist, zu welcher die drei sich dann auch begeben.

Dort werden die Biker mit der unmaterialistischen Einstellung und unabhängigen Lebensweise der Hippies konfrontiert.

In der nächsten großen Stadt werden sie prompt verhaftet und treffen im Gefängnis auf den Anwalt George Hanson.

Als dieser ihnen von dem angeblich besten Bordell der vereinigten Staaten in New Orleans berichtet, machen sich die drei auf den Weg dorthin, an den Ort, an dem die scheinbar endlose Freiheit endet…

 

Kritik

„Der Kultfilm einer ganzen Generation“ wurde „Easy Rider“ oft genannt.

Das diese Generation nicht mehr die aktuelle ist, merkt man dem Film deutlich an.

In einer Zeit von Studentenbewegungen, Hippies und Vietnam, hatte der Film den Trend nicht getroffen, vielmehr hatte er maßgeblich dazu beigetragen, dass ein komplett neuer Trend entstand.

Mehr Gewalt, mehr Sex und mehr Drogen wurden in den Filmen gezeigt und das alte Hollywood wurde durch ein Neues ersetzt. Legenden wie John Ford und Alfred Hitchcock wurden von Leuten, wie Steven Spielberg, Martin Scorsese und Francis Ford Coppola abgelöst.

Alles, was damals so unerreichbar schien, wie romantische Vorstellungen von Freiheit, vom Frieden und vom Aufbruch in eine neue Ära, wurde in „Easy Rider“ auf höchst simple aber treffende Art angesprochen. Den Träumen und Wünschen der Menschen wurde ein Gesicht gegeben, eines, mit dem sie sich identifizieren konnten.

Dies ist auch der Grund, warum es so ungeheuer schwierig ist, den Film nach heutigen Kriterien zu beurteilen. Auf Grund der Tatsache, dass „Easy Rider“ förmlich in seiner Zeit fest geklammert ist, ist der Film nicht zeitlos, wie etwa „Bonny & Clyde“ oder „Taxi Driver“. Während ersterer das Thema Kriminalität und vor allem die daraus resultierende Gewalt anspricht, beschäftigt sich letzterer mit einem Vietnam Veteranen, der sich missverstanden fühlt und nicht fähig ist, sich in die Gesellschaft einzugliedern, weil diese ihn ablehnt, ihn nicht akzeptiert.Den einzigen Ausweg, den er sieht ist ein Amoklauf.

All diese Themen sind in Zeiten des Irakkrieges, Amokläufen an Schulen, sowie der allgemein ansteigenden Gewalt höchst aktuell.

Hinzu kommt, dass Martin Scorsese einfach der bessere Regisseur und Robert De Niro einfach der bessere Schauspieler ist. Auch „Bonny & Clyde“ ist qualitativ eine ganz andere Liga als „Easy Rider“. Das mag zum Teil daran liegen, dass Arthur Penn zu dieser Zeit bereits den Status eines Kultregisseurs inne und somit auch ein weit größeres Budget zur Verfügung hatte, als der bis Dato eher unbekannte Dennis Hopper.

Allerdings kann „Easy Rider“ auch aus rein künstlerischer Hinsicht nicht wirklich überzeugen. Die Kamera von Laszlo Kovacs wirkt Teilwiese wie ein 8 Millimeter Urlaubsvideo eines USA Touristen und auch der Schnitt des Filmes, lässt zu wünschen übrig. Es mag zutreffen, dass die Art der Szenenübergänge etwas vorher nie Da gewesenes gezeigt hat, aber trotzdem wirkt die mehrmalige Einblendung einer vorangegangenen Szene in die darauf folgende nicht wie ein innovatives, filmisches Stilmittel, sondern eher wie ein Beweis für den horrenden Konsum von harten Drogen der gesamten Filmcrew.

Schauspielerisch hat der Film nur eine Attraktion zu bieten und die heißt Jack Nicholson.

Der damals noch relativ unbekannte Nicholson spielt die Rolle des alkoholkranken Anwalts George Hanson mit enormer Professionalität und Hingabe. Bereits bei seinem ersten Auftritt spielt er Hopper und Fonda komplett an die Wand. Er wirkt fast ein wenig fehl am Platze, weil er so krass aus dem Film hervorsticht. Vermutlich hätte Nicholson die Rolle später nicht mehr angenommen.

Peter Fonda spielt zwar gut, jedoch kann er nicht mit Extravaganzen punkten, wie Nicholson es permanent tut. Gleiches gilt auch für Dennis Hopper, dessen vom Cannabiskonsum gezeichneter Charakter sicherlich nicht wegen seiner Schauspielkunst so authentisch wirkt!

Der legendäre Soundtrack ist neben Jack Nicholson der größte Pluspunkt des Filmes.

Lieder wie „Born to be Wild“ und „The Pusher“, von der zum Teil deutschen Band Steppenwolf, sind hier mehr als passend und haben den Film stark geprägt.

Man kann sagen, dass „Easy Rider“ ein Kultfilm ist, allerdings ist es kein besonders guter.

Wäre der Film in einer anderen Zeit entstanden, etwa in den siebziger – , oder den fünfziger Jahren, so wäre er als Trashfilm abgeschrieben worden und niemand würde sich heute an ihn erinnern. Dennis Hopper hätte vermutlich nie die Chance auf die Karriere bekommen, die er gemacht hat und wäre wahrscheinlich gezwungen gewesen, aus dem Filmgeschäft auszusteigen.

Somit ist der größte Verdienst dieses Streifens, die Verbildlichung der Träume einer ganzen Generation. Dafür wird er immer geachtet werden!

Johannes Scholten

FAZIT Dürftiger Film mit Kultimage. 

 

 

 

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Veröffentlicht am 26. Juli 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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