Mississippi Burning

ANSPRUCH:   

**

TITEL: 

Mississippi Burning

SPANNUNG:   

****

ENTSTEHUNGSLAND: 

USA

ACTION:          

*

ERSCHEINUNGSJAHR: 

1988

HUMOR:   REGIE: 

Alan Parker

EROTIK:         DARSTELLER: 

Gene Hackman

Willem Dafoe

Frances McDormand

Michael Rooker

GEWALT:        

***

LÄNGE: 

128 Minuten

GENRE:            

Kriminalfilm

Thriller

DEUTSCHER KINOSTART: 

06. April 1989

ALTERSFREIGABE:  

F.S.K. 16

INTERNETSEITE: 

www.mgm.com/view/Movie/1268/Mississippi Burning/

Mississippi Burning Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

Der Daumen hoch

Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn sie

IN DER HITZE DER NACHT mit Sidney Poitier von Norman Jewison mochten.

 

 

 

Inhalt

Die Agenten Rupert Anderson und Alan Ward, zwei Polizisten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, sind gezwungen, zusammen zu arbeiten, sogar, wenn es sie umbringt. Im südlichsten und konservativsten Dorf in Mississippi, müssen die beiden das Verschwinden von mehreren Bürgerrechtsaktivisten aufklären, dabei stoßen sie auf eine Wand aus Hass…

 

Kritik

Alan Parkers „Mississippi Burning“ ist sicherlich einer der anspruchsvolleren Filme der späten achtziger Jahre. Fernab von Stallone und Schwarzenegger, wurde hier ein handwerklich und schauspielerisch überdurchschnittlicher Film geschaffen, der auch heute nichts von seiner Brisanz verloren hat.

Es ist schwer, sich festzulegen und zu sagen, „der Film wird von den Schauspielern getragen, oder vom Regisseur“.

Hier scheint alles zu passen, alles ist stimmig und gut gemacht. Entgegen seinen sonstigen Rollen, ist sogar Gene Hackmans Charakter in „Mississippi Burning“ sympathisch. Ausgerechnet in einer solch kontroversen Thematik, scheint sich Hackman am wohlsten zu fühlen. Er spielt den Polizisten Rupert Anderson, als hätte er nie etwas anderes getan. Routiniert und professionell, mimt er einen Charakter, der seinen Intellekt, ebenso wie seine polizeilichen Fähigkeiten, hinter einem Vorhang aus dämlichen Witzen und anderen Oberflächlichkeiten verbirgt.

Willem Dafoe spielt Alan Ward und tappt Anderson prompt in die Falle. Er hält ihn für beschränkt und „von gestern“. Ward hingegen repräsentiert die neue Art von Polizist, einen Theoretiker, einen Denker und Intellektuellen, der die Konfrontation scheut. Damit ist er der direkte Gegenpart zu Anderson. Ihr Konflikt, „alt gegen neu“, zeiht sich wie ein roter Faden durch den Film und beginnt erst abzuschwächen, nachdem sich die beiden langsam näher gekommen sind.

Aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an, was besonders für „Buddiemovies“ gilt. Die Chemie zwischen den Akteuren hätte kaum besser sein können. Zu sehen, wie sie sich allmählich zusammenraufen müssen, um gegen die große Gefahr von außen zu bestehen, ist unglaublich unterhaltsam und rechtfertigt den Streifen bereits alleine.

In weiteren Nebenrollen sind Frances McDormand („Burn after Reading“) als Mrs. Pell, die einzige, vernünftige Bewohnerin der Gegend, die am übermächtigen Hass ihrer Mitmenschen zu zerbrechen droht, ihr primitiver Mann, Deputy Clinton Pell, gespielt von Brad Dourif („Herr der Ringe 2 und 3“) und Michael Rooker („The 6th Day“) als rassistischer Widerling Frank Bailey zu sehen.

Gepuscht von ihrem genialen Dirigenten Alan Parker leisten sie alle schauspielerische Höchstleistungen. Ebenso wie bei vielen von Parkers anderen Filmen, hat Garry Hambling („Im Namen des Vaters“), „Mississippi Burning“ geedited. Gerade bei einem Alan Parker Film kann man stets von einem perfekten Schnitt ausgehen. Dieser Film ist keine Ausnahme. Das Zusammenspiel von Musik, Ton und Bildern ist unglaublich fesselnd und lässt einem stellenweise den Atem stocken. Gerade die Verfolgungsjagd zu Beginn ist als Beispiel minimalistischer und sehr gut geschnittener / musikalisch unterlegter Filmkunst zu betrachten. Der größte Pluspunkt und natürlich das Ergebnis des hervorragenden Cast und der außerordentlich talentierten Crew, ist die Atmosphäre von „Mississippi Burning“.

Sie erinnert an Norman Jewisons Meisterwerk „In der Hitze der Nacht“. Ist

der Zuschauer einmal in die Geschichte eingetaucht, lässt sie ihn bis zur letzten Sekunde nicht mehr los. Intensiver könnte ein Filmerlebnis kaum sein.

Johannes Scholten

FAZIT Atmosphärisch genialer und handwerklich perfekt inszenierter Thriller,

politisch brisante Filmkunst erster Güte!

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Veröffentlicht am 26. Juli 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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