Die Brücke am Kwai

ANSPRUCH:   

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TITEL: 

Die Brücke am Kwai

SPANNUNG:   

****

ENTSTEHUNGSLAND: 

Sri Lanka

ACTION:          

**

ERSCHEINUNGSJAHR: 

1957

HUMOR:           REGIE: 

David Lean

EROTIK:           DARSTELLER: 

William Holden

Alec Guinness

Jack Hawkins

Sessue Hayakawa

GEWALT:        

**

LÄNGE: 

156 Minuten

GENRE:            

Abenteuerfilm

Kriegsfilm

DEUTSCHER KINOSTART: 

7. März 1958

ALTERSFREIGABE:  

F.S.K. 12

INTERNETSEITE: 

http://www.bridgeontheriverkwaibd.com/

Die Brücke am Kwai Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

Der Daumen hoch

Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn sie PATTON mit George C. Scott, von

Franklin J. Schaffner und

THE GUNS OF NAVARONE mit Gregory Peck mochten.

 

Inhalt

Auf dem Gipfel des zweiten Weltkrieges, im Jahre 1943, wird eine Gruppe von britischen Kriegsgefangenen von ihren Peinigern, den Japanern, dazu genötigt, eine Brücke über den Kwai Fluss im Thailändischen Dschungel zu bauen.

Angeführt wird die Gruppe von Kolonell Nicholson, einem idealistischem Menschen, der sein Leben auf den Vorschriften des Militärs aufgebaut hat.

Als der japanische Oberst Saito veranlasst, dass alle englischen Soldaten am Brückenbau beteiligt werden sollen, auch die Offiziere, protestiert Nicholson gegen diesen Befehl und weigert sich, zusammen mit seinen anderen Offizieren, körperliche Arbeit zu verrichten.

Selbst als Saito ihn foltert, bleibt Nicholson standhaft. Dem Oberst bleibt nichts anderes übrig, als Nicholson gewähren zu lassen.

Dieser betrachtet es fortan als seine Aufgabe, die Brücke so penibel wie möglich zu konstruieren, um den Japanern zu beweisen, dass die angelsächsische Rasse, die überlegene ist.

Währenddessen wird ein englisches Sonderkommando mit dem Namen „Force 316“ ausgebildet, um die Brücke zu sprengen…

 

Kritik

Ausgezeichnet mit insgesamt sieben Academy Awards, ist „Die Brücke am Kwai“ der beste Film des Jahres 1957. Es war der erste Oscar, den David Lean für seine Regie erhielt, allerdings sollte es nicht der letzte sein.

Bereits fünf Jahre später bekam er für „Lawrence of Arabia“ seine zweite Auszeichnung.

Beide Filme waren ebenfalls in der Kategorie „Bester Film“ ausgezeichnet worden.

Das „Die Brücke am Kwai“ seine sieben Oscars mehr als verdient hat, beweist er in jeder Hinsicht!

Die darstellerische Leistung von Sir Alec Guinness, war die wahrscheinlich beste seiner Karriere und ließ alle anderen Antlitze des „Mannes mit den tausend Gesichtern“, wie er auf Grund seiner Vielseitigkeit genannt wurde, verblassen.

Seine Darstellung des Kolonell Nicholson ist unglaublich konsequent und doch zwiespältig.

Beispielsweise die Szene am Ende des Filmes, als er mit dem japanischen Oberst Saito auf der gerade fertiggestellten Brücke steht und diesem erzählt, dass er sich oft Gedanken über sein Leben machen würde und sich fragen würde, ob im Angesicht der Tatsache, dass er „dem Ende näher sei, als dem Anfang“, sein bisheriges Leben gut gewesen sei und er mit Stolz darauf zurückblicken könne.

Dies beweist, dass er nicht der herzlose, regeltreue Militärmann ist, für den man ihn zu Beginn halten könnte, sondern das auch er Gefühle und überaus emotionale und letztendlich menschliche Züge besitzt.

Ebenfalls stellt diese Szene ein Argument gegen den oft erhobenen Vorwurf dar, dass der Film das blinde Befolgen militärischer Gesetzmäßigkeiten glorifizieren würde.

Ein schwachsinniger Vorwurf, wenn man bedenkt, wie der Film endet.

Anders als in der Romanvorlage vom französischen Autor Pierre Boulle wird am Ende die Brücke gesprengt und zwar von Kolonell Nicholson.

Dieser, zu Beginn stolz über die perfekt gebaute Brücke, ist am Ende einsichtig und bemerkt seinen Fehler, woraufhin er den Sprengzünder aktiviert und die Brücke in die Luft jagt, sowie den, sich gerade darauf befindlichen Zug, in den Kwai stürzen lässt.

Die anderen Schauspieler, wie William Holden als amerikanischer Commander Shears, sind ebenfalls perfekt besetzt. Holden als rebellischer Außenseiter ist sehr überzeugend und letztendlich unverzichtbar für das Vorhaben der „Force 316“.

Gleichermaßen brillant ist Sessue Hayakawa als Oberst Saito.

Auch er pocht von Anfang an auf seinen Standpunkt, genau wie Kolonell Nicholson und will nicht nachgeben. Die beiden unterscheiden sich lediglich in Bezug auf ihre Persönlichkeit.

Während Nicholson ein Vorzeigesoldat der britischen Armee ist, ist Saito ein

alkoholabhängiger, verzweifelter Mann, der eigentlich gar nicht zum Militär möchte.

Die Szene, in der er schließlich den Forderungen von Nicholson nachgibt und die englischen Soldaten diesen Triumph lautstark feiern, während er in seinem Büro hockt und jämmerlich weint, ist eine sehr wirksame Kontrastierung der beiden Anführer.

Auch die Szene, in welcher Oberst Saito rituellen Suizid begehen will, ist ein Beweis dafür, dass die Oscarnominierung für Sessue Hayakawa, sowie seine spätere Ehrung mit einem Stern auf dem „Walk of Fame“ in Hollywood berechtigt waren.

Die Filmmusik vom legendären Komponisten Malcolm Arnold ist unglaublich.

Der „Kwai – Marsch“, welchen die englischen Soldaten als eine Art Leitmotiv pfeifen, ist in die Geschichte eingegangen und wurde mit einem Oscar geehrt.

Ebenso wie die Arbeit von Kameramann Jack Hildyard, der wunderschöne, epische Aufnahmen des Thailändischen Dschungels, bzw. des Dschungels von Sri Lanka ablieferte.

Mit „Die Brücke am Kwai“ ist David Lean mehr als ein Meisterwerk gelungen.

Er hat einen lupenreinen, nahezu perfekten Film geschaffen, der einen Meilenstein des alten Hollywood darstellt und gleichzeitig ein zeitgeschichtliches Dokument von unschätzbarem Wert ist.

Johannes Scholten               

FAZIT Einer der besten Filme der fünfziger Jahre! 

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Veröffentlicht am 27. Juli 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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