Kalte Karibik

ANSPRUCH:    TITEL: 

Kalte Karibik

SPANNUNG:   

**

ENTSTEHUNGSLAND: 

Deutschland

ACTION:          

*

ERSCHEINUNGSJAHR: 

2010

HUMOR:           

***

REGIE: 

Wolf Wolff

EROTIK:           DARSTELLER: 

Peter Silbereisen,

Martin Semmelrogge

Peter Nottmeier

Helmut Rühl

GEWALT:        

**

LÄNGE: 

87 Minuten

GENRE:            

Krimi

DEUTSCHER KINOSTART: 

08. Oktober 2010 (auf dem Filmfest Hamburg)

ALTERSFREIGABE:  

F.S.K. 12

INTERNETSEITE: 

http://www.kaltekaribik.de/KK/START.html

Kalte Karibik Kinoplakatmotiv

WERTUNG:


 Der Daumen schräg nach oben

 

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie über den einzigartigen Humor der Norddeutschen verfügen.

 

Inhalt

Vier Jugendliche wollen von ihren Eltern drei Millionen Euro erpressen.

Um dies zu bewerkstelligen, täuschen sie eine Entführung vor und verstecken sich auf der Nordseeinsel Meerscheid. Sie glauben, sie haben hier die optimale Location für ihren Plan gefunden, ruhig, abgelegen und nur ein einziger Polizist auf der ganzen Insel.

Doch sie haben sich mit dem falschen Polizisten eingelassen…

 

Kritik

Roman Polanski zeigte im Frühjahr 2010, mit seinem „Ghostwriter“, welch enormes Potential für einen guten Drehort in den nordfriesischen Inseln schlummert.

Regisseur Wolf Wolff ist seinem Beispiel gefolgt und hat nun auch seinen, vor schwarzem Humor strotzenden Krimi auf Föhr inszeniert.

Wie bereits 2008 mit seinem Zombieschocker „Virus Undead“, schwimmt der Regisseur auch hier gegen den Strom.

Es ist erfrischend zu sehen, dass sich der deutsche Film auch mal nicht so ernst nehmen kann. Da es offensichtlich unmöglich ist, mit dem, zur Verfügung stehenden Budget, Filmen und vor allem TV–Serien wie „CSI“ nachzueifern und ein akzeptables Ergebnis zu erzielen, ist es sinnvoll, sich eigenen Themen zu widmen.

Wenn die Story dann auch noch mit einer Prise Trash gewürzt wird, wie es in „Kalte Karibik“ der Fall ist, dann ist man auch mal bereit, über die stellenweise holprigen, schauspielerischen Leistungen hinwegzusehen.

Sehr gelungen ist allerdings die Optik des Filmes.

Kameramann Heiko Rahnenführer zaubert mitunter wunderschöne Bilder auf die Leinwand, die musikalisch sehr treffend untermalt sind. Der Einsatz von Filtern und ein wenig Farbshading veredeln den Look des Krimis gehörig und lassen kurz die No Budget Wurzeln vergessen. Das gleiche gilt auch für die Splattereffekte, die sehr schön aussehen und den Film zusätzlich ungewöhnlich erscheinen lassen.

Das Schauspiel ist zwar, wie bereits erwähnt, etwas dürftig, da es von Klischees (Helmut Rühl als Bürgermeister) strotzt und die Jungdarsteller peinlich hartnäckig versuchen, über sich hinaus zu wachsen, jedoch macht der Gastauftritt von Martin Semmelrogge Spaß und wirkt ein wenig abmildernd.

Man kann, gerade was die Story und die Kameraarbeit betrifft, von einem, für deutsche Verhältnisse originellen kleinen Film sprechen.

Johannes Scholten

FAZIT Erstaunlich eigenwilliger Streifen, der durch aufwendige Inszenierung punktet.

 

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Veröffentlicht am 28. Juli 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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