Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten

ANSPRUCH: 

 

TITEL:

Pirates of theCaribbean– Fremde Gezeiten

SPANNUNG: 

*

ENTSTEHUNGSLAND:

USA

ACTION:        

**

ERSCHEINUNGSJAHR:

2011

HUMOR:         

***

REGIE:

Rob Marshall

EROTIK:        

**

DARSTELLER:

Johnny Depp

Penelope Cruz

Geoffrey Rush

Ian McShane

GEWALT:      

*

LÄNGE:

137 Minuten

GENRE:          

Abenteur

Fantasy

DEUTSCHER KINOSTART:

19. Mai 2011

ALTERSFREIGABE:

F.S.K. 12

INTERNETSEITE:

http://www.disney.de/pirates-of-the-caribbean/index.jsp

 

Pirates of the Caribbean-Fremde Gezeiten Kinoplakatmotiv

 

WERTUNG:

 

 

 

  Der Daumen zur Seite

 

 

  Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn sie

FLUCH DER KARIBIK von Gore Verbinski und

DIE CHRONIKEN VON NARNIA mochten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt

Erneut muss der kauzige Trendsetterpirat Captain Jack Sparrow sein Können unter Beweis stellen. Nach Abenteuern, wie der Suche nach der Truhe der Toten oder der Reise ans Ende der Welt, geht es nun um die sagenumwobene „Quelle der ewigen Jugend“. Kann Jack die Quelle vor den Spaniern und dem gefürchteten Piraten „Blackbeard“ erreichen?…

Kritik

Da sich Disney und Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer („The Rock“) trotz den eher mäßigen Kritiken der zwei letzten Teile, entschlossen haben, noch mehr Piratenfilme zu drehen, ist angesichts des gesamten Einspielergebnisses von 2,6 Milliarden $ kaum verwunderlich.

Das ein Franchise bis zum (bitteren-) Ende gemolken wird, ist und war schon immer Hollywoodtradition und das bei „Fremde Gezeiten“ rein finanzielle Interessen entscheidend waren, wird sehr schnell nur allzu deutlich.

Trotz der gewohnt traumhaften Kulissen und den beeindruckenden Effekten, wirkt der Film wie ein Zusammenschnitt von Jack Sparrow Videos auf YouTube.

Auch wenn hier und dort noch der unverblümte Charme des Freibeuters aufblitzt, so reicht dies keinesfalls, um über die flache und an den Haaren herbeigezogene Story hinwegzusehen. Der Anfang ist längst nicht so stimmig und dynamisch wie bei den Vorgängern und es dauert sehr lange, bis überhaupt etwas storydienliches geschieht.

Dies resultiert darin, dass der Blockbuster droht, selbst am niedersten Anspruch zu scheitern, reine Popcorn Unterhaltung zu sein. Viele Dialoge und Kommentare, wie beispielsweise die Szene, in der Sparrow und sein treuer Weggefährte Gibbs aus der Kutsche klettern, die sie eigentlich zum Galgen transportieren sollte und die kurze Fahrt mit: „Eine Kurzstrecke“ kommentieren, sind dermaßen unsinnig und unnötig, das sie fast  schon ärgerlich sind.

Ebenso überflüssig (selbst für einen Fantasy-Piratenfilm) ist der erneute Gastauftritt von Keith Richards als Jacks Vater. Die Szene wirkt deplaziert und beinahe trashig. Sie erinnert an George Clooneys Auftritt in Terrence Malicks „Der schmale Grat“, welcher vergleichbar unpassend war.

Da die Handlung lediglich aus Oberflächlichkeiten zu bestehen scheint, werden auch die wenigen interessanten Dinge nur kurz thematisiert. Etwa die Beziehung zwischen der Meerjungfrau Syrena und dem Priester Philip, der eine Art „Sidekickersatz“ für Orlando Bloom darstellt. Diese Beziehung ist das einzig wirklich interessante an „Fremde Gezeiten“. Die zum einen erotische, zum anderen tödliche Aura der „Mermaids“ ist wirklich schön anzusehen. Hätte man diesen Aspekt weiter ausgebaut, hätte der Film wohl mehr Tiefgang als ein Waschbecken gehabt.

Schauspielerisch bietet Teil vier ein interessantes Novum, Ian McShane als „Blackbeard“.

Seine Boshaftigkeit, gepaart mit seinem schrulligen Verhalten ist extrem charismatisch.

Penelope Cruz hingegen passt zwar optisch in das Piratenuniversum, harmoniert aber trotzdem nicht wirklich mit dem Geschehen.

Dies ist ebenfalls dem flachen Drehbuch geschuldet. Man fühlt nicht mit ihr, weil man nichts zum fühlen bekommt. Durch ihren pseudokomplexen Charakter ist sie weder „Fisch noch Fleisch“.

Generell wirkt „Fremde Gezeiten“ unfertig und vor allem undurchdacht, ähnlich wie 2008 „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ scheint auch hier entweder zu viel, oder aber und das ist wahrscheinlicher, zu wenig am Drehbuch gefeilt worden zu sein.

Oberflächliche Charaktere und unsinnige Plot Twists, werden von der Filmmusik noch gekrönt.

Eigentlich meist der einzige Aspekt, der sogar bei schlechten Filmen noch gelungen ist, so ist Hans Zimmers Score zu „Fremde Gezeiten“ ebenso platt, wie der Film selbst. Es scheint, als hätte der gebürtige Frankfurter lediglich die „deleted tunes“ der Vorgänger zu einer neuen Komposition verwurstet.

Wenn die geplante Trilogie auf Grund des, durch die extrem teueren 3D–Ticketpreise frisierten Einspielergebnisses (eigentlich weniger erfolgreich gestartet als seine Vorgänger, wird der Film von Disney trotzdem als großer Erfolg gewertet) auf die hier gezeigte Weise fortgeführt werden sollte, dann wird der geniale erste Teil wohl endgültig in Vergessenheit geraten.

Johannes Scholten

FAZIT Visuell attraktives, jedoch plattes und letztendlich überflüssiges Sequel.

 

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Veröffentlicht am 28. Juli 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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