Unstoppable-Ausser Kontrolle

ANSPRUCH:    TITEL: 

Unstoppable-Ausser Kontrolle

SPANNUNG:   

**

ENTSTEHUNGSLAND: 

USA

ACTION:          

***

ERSCHEINUNGSJAHR: 

2010

HUMOR:          

*

REGIE: 

Tony Scott

EROTIK:           DARSTELLER: 

Denzel Washington

Chris Pine

Rosario Dawson

Ethan Suplee

GEWALT:        

*

LÄNGE: 

98 Minuten

GENRE:            

Action

DEUTSCHER KINOSTART: 

11. November 2010

ALTERSFREIGABE:  

F.S.K. 12

INTERNETSEITE: 

http://www.foxconnect.com/unstoppable-blu-ray-digital-copy-widescreen.html

Unstoppable-Ausser Kontrolle Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

Der Daumen schräg nach oben

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie das Remake  

DIE ENTFÜHRUNG DER U-BAHN 123 mit John Travolta und Denzel Washington mochten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Inhalt

Durch die Unachtsamkeit der Mitarbeiter einer Eisenbahngesellschaft, fährt ein Zug, führerlos und mit hoch toxischen Gasen beladen, durch Pennsylvania in Richtung Toledo, Ohio.

Die beiden Eisenbahntechniker Frank Barnes und Will Colson sind die einzigen, die noch im Stande sind, den Zug zu stoppen…

 

Kritik

Betrachtet man sich den Trailer von „Unstoppable“, so denkt man sich zwangsläufig: „Irgendwo habe ich all das schon einmal gesehen!“. Und genau so ist es dann auch.

Filme, in denen ein Zug außer Kontrolle, in die Hände von Terroristen, oder anderen Übeltätern gerät, gibt es wie Sand am Meer.

Man kann also ganz klar behaupten: Diesen Film hätte es von vornherein nicht geben müssen!. Sieht man ihn sich an, dann wird man 93 Minuten lang gut unterhalten, kann das Hirn auf „off“ stellen und quasi „auf  den fahrenden Zug aufspringen“.

Verpasst man „Unstoppable“, so hat man nichts wichtiges versäumt.

Tony Scotts adrenalinpumpender Film ist sicher nicht perfekt, aber er funktioniert. Er will nicht mehr sein, als er kann und versucht nicht verzweifelt, über den Tellerrand des Genres („Traincatastrophemovie“) hinauszuklettern, was angenehm ist. Man lässt sich auf höchstem technischen Niveau berieseln.

Wie auch die letzten Filme von Tony Scott, ist „Unstoppable“ im, für den Regisseur typischen Werbecliplook gehalten, mit schnellen Schnitten und aggressiven Zooms ausgestattet.

Die Bilder erinnern an Michael Bay oder Dominic Sena und wirken, wie ein eineinhalb stündiger Werbefilm für Eisenbahnen. Das beste am gesamten Film, abgesehen, von den eindrucksvollen Zerstörungsaktionen des Zuges, ist die Eigendynamik, die er entwickelt.

Der Zug ist dargestellt wie ein lebendiges, atmendes Ungeheuer.

Als die Zuständigen verzweifelt versuchen, den Zug mit einer speziellen Vorrichtung auf den Schienen, entgleisen zu lassen, gibt ein doch allzu amerikanisch-naiv wirkender Beamter der Presse zu verstehen: „This device is going to derail him, the son of a bitch won`t even know, what happened!“. Es wird vom Zug gesprochen, als sei er ein schwer bezwingbarer Revolverheld, er ist quasi der Hauptdarsteller und stiehlt Washington komplett die Show!

Mit Godzilla ähnlichen Geräuschen untermalen die Sounddesigner die rasanten Actionszenen und verleihen dem Todeszug dadurch die eben erwähnte Eigendynamik, ähnlich wie Spielberg es in seinem Meisterwerk und Debutfilm „Duell“ getan hat. Es ist schön zu sehen, dass auch Hochglanzfilmer wie Tony Scott, auf solche kleinen, aber wirksamen Low Budget Methoden zurückgreifen.

Schauspielerisch ist der Film, wie zu erwarten, keine Glanzleistung, da er ganz einfach keinen Raum für künstlerische Extravaganzen bieten kann und will.

Denzel Washington, der schon zum fünften Mal von Regisseur Tony Scott gecastet wurde, spielt seine Rolle routiniert, aber sympathisch, ebenso wie Newcommer Chris Pine, der zuletzt in J.J. Abrams „Star Trek“ als Captain Kirk auf sich aufmerksam machte.

Auch für die Schauspieler gilt hier, sie funktionieren schlicht und einfach im, für sie angedachten Rahmen.

Was den Tony Scott erfahrenen Zuschauer überraschen dürfte, ist der, für seine Verhältnisse, sparsame Einsatz von Actionsequenzen. Zwar ist der Film, im Gegensatz zu den wahren Vorfällen, auf denen er beruhen soll, übertrieben inszeniert, da es damals (Im Jahr 2001,fuhr ein Zug durch Pennsylvania nach Toledo, führerlos), zu keinen Unfällen kam, der Zug bedeutend langsamer unterwegs war und relativ gefahrlos gestoppt werden konnte.

Wahr ist allerdings, dass der Zug giftige Gase an Bord hatte und enormen Schaden hätte anrichten können, wenn er schneller gefahren wäre.

Das Tony Scott allerdings einigermaßen auf der Erde bleibt und nicht weiter in Richtung Michael Bay gegangen ist, trägt zur Authentizität des Filmes bei.

Johannes Scholten

FAZIT Ein Film, den es zwar nicht unbedingt hätte geben müssen, der jedoch trotz allem unterhaltsam ist und einen aufwendig fotografierten, hyperästhetischen Werbefilmlook aufzuweisen hat.

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Veröffentlicht am 28. Juli 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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