La Strada-Das Lied der Straße

ANSPRUCH: 

***

TITEL:

Das Lied der Straße

SPANNUNG: 

**

ENTSTEHUNGSLAND:

Italien

ACTION:        

 

ERSCHEINUNGSJAHR:

1954

HUMOR:        

**

REGIE:

Frederico Fellini

EROTIK:        

 

DARSTELLER:

Anthony Quinn

Giulietta Masina

Richard Basehart

Aldo Silvani

GEWALT:      

*

LÄNGE:

108 Minuten

GENRE:          

Drama

DEUTSCHER KINOSTART:

28. August 1956

ALTERSFREIGABE:

F.S.K. 16

INTERNETSEITE:

http://www.arthaus.de/la_strada

 

 La Strada-Das Lied der Straße Kinoplakatmotiv

 

WERTUNG:

 

 

 

Der Daumen hoch

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DER SCHWINDLER von Frederico Fellini mochten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt

Der Straßenkünstler und Lebemann „Zampano“ kauft einer armen Frau in einem kleinen Dorf ihre Tochter für 10.000 Lire ab, damit sie für ihn arbeitet.

Fortan ziehen Zampano und Gelsomina durch das Land und unterhalten die Menschen mit ihren Kunststücken.

Zampano behandelt seine Mitstreiterin alles andere als gut und sieht in ihr vielmehr eine gefügige Bedienstete, als eine Kollegin und Frau.

Während sich Zampano mit allen Frauen abzugeben scheint, mit Ausnahme von Gelsomina, entwickelt sich ein zartes Band zwischen dem groben Kraftmenschen und der schüchternen Bauerntochter, welches nur von Gelsomina wahrgenommen zu werden scheint…

 

Kritik

Es war Fellinis gerade einmal fünfter Film und viele behaupten, es sei, bis heute, sein Opus Magnum.

Es war der erste Film, der den Oscar für den besten fremdsprachigen Film erhielt.

Es war und ist ein wirkliches Meisterwerk.

Auch in diesem 1954 gedrehten Film, ist der Einfluss der späteren Nouvelle Vague deutlich spürbar.

Das Streben, weg von Konventionen und dem Kino der Vätergeneration und hin zu politisch-brisantem und aktuellem, verpackt in kongeniale und intuitiv anmutende Bilder, zeichnet auch „La Strada“ bereits aus. Allerdings drängt sich dieses Verlangen nach Neuem nicht so auf, wie es beispielsweise neun Jahre später in Fellinis „Achteinhalb“ der Fall sein wird.

Auf diese Weise können auch Autorenkino-Verschmäher mit dem „Lied der Straße“ Vorlieb nehmen.

Es ist erstaunlich, mit welcher Feinfühligkeit, emotionaler Sensibilität und dem Auge für den perfekten Moment Fellini hier gearbeitet hat.

Unterstützt wurde er hier natürlich auch von seinem hervorragenden Cast, angeführt von Anthony Quinn als „großem Zampano“, (ob das Sprichwort hier seinen Ursprung hatte?), Giulietta Masina als seine Begleiterin „Gelsomina“ und Richard Basehart als „The Fool“, der von Zampano für seine Intellektualität gehasst wird.

Eine Schauspielgarde, ebenso multikulti, wie passend.

Anthony Quinn ist eine gequälte Seele, sein ganzes Leben war er einsam, weil er anders war. Seinen Schmerz verbirgt er hinter „steinharten Muskeln“ und einer „Lunge aus Stahl“.

In Gelsomina findet er die einzige Freundin, die er jemals hatte und haben wird.

Diese emotionale Abhängigkeit von ihr macht ihm Angst, da es ein unbekanntes Gefühl darstellt und sein Schutzwall besteht aus Abneigung. All dies kann man aus Quinns Charakter entnehmen, weil er ihn hervorragend darstellt. Durch Mimik und Gestik allein, drückt der Schauspieler mehr Emotionen aus, als viele seiner heutigen Kollegen es durch Sprache vermögen.

Besonders die Mimik ist bei Giulietta Masina dermaßen plakativ, dass man aus ihrem Gesicht Bände lesen könnte. Ihr „Rübenkopf“, wie sie von Richard Basehart liebevoll genannt wird, ist ihr Kapital als Schauspielerin. Sie liebt Zampano und er liebt sie wahrscheinlich auch, ist jedoch unfähig dies einzugestehen, was ihr widerrum das Herz bricht, ein tragischer Kreislauf, der im Laufe des Films bravourös dargestellt wird.

Besonders unterstützend, wirkt hier die wunderschöne Musik von „Godfather“ Komponist Nino Rota. Es ist ein minimalistischer Score, der an den richtigen Stellen dramatisierend wirkt. Man könnte von einer genialen Komposition sprechen, oder aber von „La Strada“.

Johannes Scholten

FAZIT

Wahrscheinlich Fellinis bestes Werk. Regie und Schauspieler verschmelzen hier zu einer Einheit und offenbaren dem Betrachter einen tiefen Einblick in ihre Seele

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Veröffentlicht am 8. August 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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