Super 8

ANSPRUCH: 

*

TITEL: 

Super 8

SPANNUNG: 

***

ENTSTEHUNGSLAND: 

USA

ACTION: 

***

ERSCHEINUNGSJAHR: 

2011

HUMOR 

**

REGIE: 

J.J. Abrams

EROTIK: DARSTELLER: 

Joel Courtney

Kyle Chandler

Elle Fanning

Riley Griffith

GEWALT: 

**

LÄNGE: 

112 Minuten

GENRE: 

Science Fiction

Abenteuerfilm

DEUTSCHER KINOSTART: 

04. August 2011

(Preview bereits am 03. August 2011

um 20:15 Uhr präsentiert von Kabel 1)

ALTERSFREIGABE: 

F.S.K. 12

INTERNETSEITE: 

http://www.super8-movie.com/

Super 8 Kinoplakatmotiv

WERTUNNG:

Der Daumen hoch

Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn sie

DIE GOONIES von Richard Donner und

E.T.-DER AUSSERIRDISCHE von Steven Spielberg mochten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt

In Lillian, einer kleinen Vorstadt von Ohio, werden sechs Jugendliche Zeuge einer Katastrophe.

Während sie einen Film an einem kleinen Bahnhof drehen, entgleist unmittelbar nachdem er die Amateurfilmer passiert hat, ein Zug.

Schnell wird klar, dass es sich nicht um einen Unfall handelt, sondern um etwas viel bedeutenderes und schrecklicheres…

 

Kritik

J.J. Abrams hat sehr lange mit seinem Projekt „Super 8“ hinterm Berg gehalten, was in Hollywood einem Wunder gleichkommt. Publikationshungrige Paparazzi und Reporter, ebenso wie die Studios, die ihre Filme umfangreich beworben wissen möchten, tragen dazu bei, dass der erste Teaser zum Teil bereits ein Jahr vor dem Release erscheint und durch Poster, Trailer und TV-Spots schon vor dem Anlaufen des Filmes Teile oder sogar die ganze Story bekannt sind.

Dass viele möglicherweise nicht wissen, was „Super 8“ überhaupt bedeutet und auch das nebenher Mega-Blockbuster wie „Transformers 3“ und „The Dark Knight Rises“ veröffentlicht bzw. gedreht werden, lässt den, mit 50.000.000 $ verhältnismäßig klein budgetierten „Super 8“ ein wenig verschwinden.

Der mistery Spezi Abrams ist genau der Richtige für einen Film wie diesen.

Er ist ein Meister darin, Projekte bis zum Ende geheim zu halten und dann im richtigen Moment mit der Publicitycampagne zu starten.

Bisher ist sein Konzept perfekt aufgegangen.

Mit „Lost“ machte er 2004 Furore und schrieb TV-Geschichte. Zudem war die Serie sein Türöffner für Hollywood.

Dort hat er bei so unterschiedlichen Projekten, wie „Mission: Impossible 3“ und „Star Trek“ auf dem Regiestuhl Platz genommen.

Nachdem er diese beiden mega Franchises mal eben bravourös rebooted hat, kann er sich nun verdient Wunschprojekten wie „Super 8“ widmen.

In den letzten Jahren gab es zahlreiche Filme, die versuchten, das Flair einer vergangenen cineastischen Epoche einzufangen.

Tarantino mit „Death Proof“ (Trash-Action der 70er) und Ende 2012 „Django Unchained“ (Italo-Western der 60er), Robert Rodriguez mit „Planet Terror“ und „Machete“ (Exploitation der 70er). Diese Versuche waren mehr schlecht als recht erfolgreich.

In der gleichen Sparte, wenn auch ein komplett anderes Genre, findet sich auch „Super 8“ wieder.

J.J. Abrams, der mit den Popcorn Epen von Steven Spielberg und George Lucas aufwuchs, hat es vollbracht, die Atmosphäre von Filmen wie „E.T.-Der Ausserirdische“ und „Die Goonies“ perfekt zu konservieren.

Sieht man die jungen Protagonisten mit ihren BMX Rädern durch Ohio fahren, oder die „American Graffitti“ artigen Avancen des Verkäufers im Fotoladen, so fühlt man sich unweigerlich in jene Abenteuer und Science Fiction Filme der späten 70er und 80er Jahre zurückversetzt.

„Es ist eine Hommage an die Filme, die Steven (Spielberg) in den 70er und vor allem 80er Jahren produziert und inszeniert hat“, sagt Regisseur Abrams.

Die Darsteller sind, typisch für J.J. Abrams, größtenteils eher unbekannt.

Dies gilt natürlich auch für die, in Hollywood noch nicht etablierten, jungen Protagonisten.

Bis auf Elle Fanning („Somewhere“) sind sie allesamt unbekannte Gesichter.

Dies hindert die Nachwuchstalente jedoch nicht daran, in ihre Rollen zu schlüpfen, wie in den nächtlichen Pyjama.

Auch hier erinnern die teils übersteigerten Emotionen und Running Gags, wie etwa dem wiederholten Übergeben im Angesicht der Gefahr stark an die 80er.

Ebenso wie damals, sind alle charakterlichen Eigenheiten vertreten.

Es gibt den schüchternen Träumer, den fordernden Anführertyp, den Hypochonder-Sidekick ebenso wie den Sprengstoff-und Waffennarr, der Jonathan Ke Quans Charakter „Data“ aus den „Goonies“ ähnelt.

Elle Fanning ist eindeutig die Schauspielerin mit der meisten Erfahrung unter den Jungdarstellern und begründet mit ihrem passionierten Spiel die Authentizität der sich entwickelnden Beziehung zwischen ihrem Charakter und Joe (Joel Courtney).

Auch ihre Rolle als Zombie/Frau des Präsidenten/Geliebte des Agenten im Zombiefilm der Kinder ist glaubhaft, amateurhaft umgesetzt.

Kyle Chandler, der Spezialist für Retro-Rollen, bekannt aus Peter Jacksons „King Kong“-Remake, bereichert auch „Super 8“ mit seinem Errol Flynn Gesicht.

„Lost“ Kameramann Larry Fong profitiert, ebenso wie Komponist Michael Giacchino, von J.J. Abrams Motto „Never change a winning team“.

Der New Yorker hat die beiden auch für „Super 8“ wieder an Bord geholt.

Sie danken es ihm mit einer dynamischen Kamera, dem Verzicht auf 3D und einem klassisch und simpel gehaltenen Score, der zum einen an die, nicht elektronischen Filmmusiken der 80er und zum anderen ein wenig an „Lost“ erinnert.

Abgerundet wird „Super 8“ durch den offenen Umgang mit Gewalt, der ihn von zumindest einigen seiner Vorbilder abhebt, ihn aber gleichzeitig zum erwachsenen Film für Kinder und das Kind im Manne werden lässt.

Das die Kids mit Super 8 Filmmaterial von Kodak experimentieren und der Schauplatz des Filmes Ohio ist, setzt dem ausführenden Produzenten Steven Spielberg, der, geboren und aufgewachsen in Cincinnati, Ohio, ebenfalls als Kind Filme auf 8mm drehte, ein cineastisches Denkmal.

Und trotz des, ein wenig kitschig (aber im Stile der 80er) geratenen Endes, werden sogar nicht „Abspann Hocker“ eingestehen, dass die abschließenden Credits dem Film in nichts nachstehen, also, sitzenbleiben!

Johannes Scholten

FAZIT 

Die guten, alten Spaß und „Coming out of Age“-Filme der späten 70er und 80er Jahre, bekommen eine äußerst originelle Hommage spendiert, die bravourös eine Brücke zwischen heute und damals schlägt.

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Veröffentlicht am 8. August 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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