Mosquito Coast

 

ANSPRUCH: 

**

TITEL:

Mosquito Coast

SPANNUNG: 

***

ENTSTEHUNGSLAND:

USA

Belize, British Honduras

ACTION:        

*

ERSCHEINUNGSJAHR:

1986

HUMOR:         

 

REGIE:

Peter Weir

EROTIK:        

 

DARSTELLER:

Harrison Ford

Helen Mirren

RiverPhoenix

Conrad Roberts

GEWALT:      

**

LÄNGE:

114 Minuten

GENRE:          

Abenteuerfilm

Thriller

DEUTSCHER KINOSTART:

19. Februar 1987

ALTERSFREIGABE:

F.S.K. 12

INTERNETSEITE:

http://www.warnerbros.com/#/page=movies&pid=f-20b4bd29/THE_MOSQUITO_COAST&asset=058384/Mosquito_Coast_

 

Mosquito Coast Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

 

 

 

Der Daumen schräg nach oben

  Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn sie Francis Ford Coppolas APOCALYPSE NOW mochten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt

Der exzentrische Erfinder Allie Fox, will aus den Vereinigten Staaten von Amerika, endgültig auswandern.

Der Konsum, der Materialismus und die Ignoranz der Bevölkerung, gegenüber der Natur und seinen Erfindungen, nehmen ihm die Luft zum atmen.

Er beschließt, mit seiner Frau und seinen vier Kindern, in den südamerikanischen Dschungel auszuwandern, um dort den Menschen seine Lebensphilosophie zu vermitteln und eine neue Zivilisation zu schaffen…

 

Kritik

„The Mosquito Coast“, ist einer jener Filme, die das Potential besitzen, ein Meisterwerk zu sein, es aber letztendlich nicht sind, ähnlich wie auch „Waterworld“ und „Duell am Missouri“.

Vor–und besonders hinter der Kamera sind ausschließlich die Besten der Besten vertreten. Peter Weir („Der einzige Zeuge“) nimmt auf dem Regiestuhl Platz, John Seal („Der Club der toten Dichter“) hinter der Kamera, Maurice Jarre („Lawrence von Arabien“) komponiert die Musik und Saul Zaentz („Amadeus“) produziert.

Vor der Kamera spielen Harrison Ford, in seiner, wie er selbst sagt, „besten Rolle seiner Karriere“, die frühe Hellen Mirren und der noch frühere und viel zu jung verstorbene River Phoenix.

Ein mehr als beeindruckendes Team wurde hier zusammengetrommelt.

Auch das Ergebnis kann sich sehen lassen, entspricht aber eben nicht den Erwartungen, die solche Namen mit sich bringen.

Schauspielerisch, kann man, zumindest bei Harrison Ford, von einem echten Höhepunkt sprechen. Mit von ihm, vorher nicht gekannter Besessenheit, spielt er den Part des neurotischen Erfinders. Stellenweise ist er dermaßen intensiv in seinem Spiel, dass es schon fast zu dick aufgetragen, comichaft und karikativ erscheint, was ihm auch von Kritik und Zuschauern seiner Zeit zum Vorwurf gemacht wurde.

Zwar hat Harrison Ford in einigen der bekanntesten und erfolgreichsten Filmen aller Zeiten mitgewirkt und ist sicherlich einer der sympathischsten Schauspieler der Welt, jedoch hat er selten Rollen gespielt, die ihn wirklich als Akteur gefordert haben.

Vor Mike Nichols „In Sachen Henry“ von 1991, waren  „Der einzige Zeuge“ 1985 und „The Mosquito Coast“ 1986, die vermutlich ersten Rollen dieser Kategorie.

Warum ist der Film trotz alle dem kein Meisterwerk? Vermutlich, weil die Macher sich dem enormen Potential nicht bewusst waren, dass sie mit ihrem Projekt in Händen hielten!

Oder aber, es war die Story. Womöglich war sie nicht ausgefeilt, das Drehbuch unfertig, oder von unzähligen Veränderungen zerstümmelt?

Vielleicht ist die gesamte Idee einfach nicht groß genug gewesen?

Irgendwie fehlt dem Film ganz einfach das gewisse Etwas, die kleine, aber bedeutende Ingredienz, die einen guten Film von einem Meisterwerk unterscheidet.

Trotz allem, haben John Seale und auch Maurice Jarre ganze Arbeit geleistet.

Der Kameramann Seale, portraitiert den südamerikanischen Dschungel in wunderschönen Bildern, die man auf Grund des langsamen Schnittes ganz genau betrachten kann.

Die Szenen, in der die gigantische Eismaschine zum Einsatz kommt, sind düster und von einem mysteriösen und bedrohlichen Unterton durchzogen, der auch schon Peter Weirs „Picknick am Valentinstag“ auszeichnete.

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass Weir seinen Chefkameramann auch noch für sein Meisterwerk „Der Club der toten Dichter“ (1988) verpflichtet hat.

Und auch Komponist Maurice Jarre, hat bis heute vier Mal mit dem australischen Regisseur gearbeitet. Sein Score zu „Mosquito Coast“ ist, ähnlich wie auch seine restlichen Arbeiten aus den Achtzigern, nicht gerade zeitlos.

Durch die blechernen Synthklänge ist die Musik ebenso in dem Jahrzehnt gefangen, wie Brad Fiedels „Terminator“ Score.

Allerdings sind die atmosphärischen Klänge Stimmungsfördernd und untermalen die, zum Teil alptraumhaften Bilder, von Seale und Weir perfekt.

Alles in allem kann man von einem definitiv sehenswerten Film sprechen, der allerdings viel Potential verschenkt hat.

Johannes Scholten

FAZIT

Wieder einmal heißt es: „The masterpiece, that never was“

 

 

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Veröffentlicht am 9. August 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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