Fußball vom anderen Stern – Die Geschichte von Cosmos New York

ANSPRUCH: 

**

TITEL:

Fußball vom anderen Stern –

Die Geschichte von Cosmos New York

SPANNUNG: 

**

ENTSTEHUNGSLAND:

USA

ACTION:        

 

ERSCHEINUNGSJAHR:

2006

HUMOR:        

*

REGIE:

Paul Crowder

John Dower

EROTIK:        

 

DARSTELLER:

Ahmet Ertegun

Nesuhi Ertegün

Clive Toye

Matt Dillon (Sprecher)

GEWALT:      

 

LÄNGE:

97 Minuten

GENRE:          

Dokumentation

DEUTSCHER KINOSTART:

03. Dezember 2010 (Direct to Video)

ALTERSFREIGABE:

F.S.K. 12

INTERNETSEITE:

http://www.onceinalifetime-movie.com

 

 Fußball vom anderen Stern - Die Geschichte von Cosmos New York Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

 

 

 

 Der Daumen hoch

 

 

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BIGGER STRONGER FASTER mochten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt

Von 1971 bis 1985 machte der legendäre Fußballverein „Cosmos New York“ den Fußball in den USA salonfähig.

Seit dieser Zeit hat sich der Sport in Amerika rasant weiter entwickelt, bis zum heutigen Tag. Der Film schildert die turbulenten 14 Jahre Vereinsgeschichte, vom Aufstieg und dem Beitreten von Spielern, wie Franz Beckenbauer und Pele, bis hin zum Fall und der anschließenden Auflösung in den achtziger Jahren…

 

Kritik

Was diese Doku so anziehend macht, ist ihre universelle Thematik.

Es geht nicht nur um Fußball, sondern um die Geschichte der USA und darum, wie sich etwas, dort vollkommen Unbekanntes, erfolgreich etablieren konnte.

So war der Präsident und Gründer des legendären Fußballvereins, Steve Ross, auch Chef von „Warner Communications“ und somit einer der wichtigsten Männer in Hollywood.

Zudem war er Besitzer von „Atari“ und natürlich von „Cosmos New York“. Demnach ist die Geschichte dieses Vereins auch die Geschichte eines Multi-Millionen-Dollar Unternehmers, der Fußball zwar leidenschaftlich mochte, ihn aber in erster Linie als eine neue Geschäftsidee verstand.

Es wurden Unsummen in die Entwicklung dieses Projektes gepumpt, um sich Spieler wie Beckenbauer und Pele leisten zu können. Pele war in den Siebziger Jahren der bestbezahlte Sportler in den Vereinigten Staaten. Er hat mehr verdient, als der teuerste Baseball oder Footballspieler zusammengenommen.

Dies war auch unter anderem der Grund für das schnelle aufblühen, aber auch schnelle Ableben des Vereins. Das ganz wurde mit unglaublichen Summen attraktiv gemacht, verlor dann jedoch langsam aber sicher Zuschauerzahlen und schließlich auch die Fernsehlizenzen, ohne die in den USA keine Sportart in großem Stil überleben kann.

Die Leute waren irgendwann nicht mehr so begeistert vom Fußball, wie sie es am Anfang gewesen waren. Das ganze hatte den Reiz des neuen verloren.

Dieses, von vielen vergessene Kapitel, der amerikanischen Sportwelt wird hier auf mitreißende Weise beleuchtet.

Gespickt mit Hintergrundberichten, Interviews der Spieler, sowohl damals, als auch heute und zahlreichen Originalaufnahmen, wird dem Zuschauer eine Reise zurück ermöglicht. Selbst für Leute, die sich nicht für Fußball interessieren und besonders für jene, die „USA“ und „Fußball“ für einen Gegensatz wie Tag und Nacht halten, ist diese Doku empfehlenswert.

Die technische Seite ist ebenfalls sehr gut gelöst. Die Schnitte, in Kombination mit dem zeitgemäßen Soundtrack von „Kool and the Gang“ und „John Miles“, ergeben eine dynamische Bilderflut, die einen mitreist und nicht mehr wegsehen lässt.

Der wohl interessanteste Aspekt an dieser Doku, sind allerdings die vollkommen unterschiedlichen Ansichten der interviewten Spieler.

Untereinander scheinen sie sich teilweise nicht besonders zu mögen und zeigen dies auch offen. Außerdem sind sie fast alle unterschiedlicher Meinung, sobald der Untergang des Vereines zur Sprache kommt.

Diese Differenzen werden offen und ungeschönt dargestellt und sorgen für Authentizität.

Den Verein „Cosmos New York“ gibt es längst nicht mehr, er wurde vor 25 Jahren aufgelöst und doch hat er deutliche Spuren hinterlassen, sagt auch Franz Beckenbauer am Schluss.

„Die Einstellung zum Fußball in Amerika ist eine andere geworden. Man sieht viele Kinder, die Fußball spielen und es werden neue Vereine gegründet, denen immer mehr Leute beitreten, früher hat man so etwas hier nicht gesehen“.

Zwar mag er damit Recht haben, wirklich durchgesetzt hat sich dieser Sport in den USA aber bis heute nicht, zu anders ist er, zu unamerikanisch und zu kontinuierlich.

Beim Baseball oder Football gibt es immer kleine Pausen, in denen der durchschnittliche Amerikaner essen, oder sich unterhalten kann, oder was auch immer, beim Fußball, da muss man zwei Mal 45 Minuten lang aufmerksam sein, eine enorme Umstellung.

Ambitionen, den Verein zu beleben, sind jüngst wieder erwacht.

Exstarfußballer und früheres Cosmosmitglied Pele plant einen Neustart…

Johannes Scholten

FAZIT Universell gehaltene Dokumentation, die auch für Fußballmuffel sehenswert ist!

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Veröffentlicht am 11. August 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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