The Social Network

ANSPRUCH:   

***

TITEL: 

The Social Network

SPANNUNG:   

***

ENTSTEHUNGSLAND: 

USA

England

ACTION:         ERSCHEINUNGSJAHR: 

2010

HUMOR:          REGIE: 

David Fincher

EROTIK:         DARSTELLER: 

Jesse Eisenberg

Andrew Garfield

Bryan Barter

Brenda Song

GEWALT:        

*

LÄNGE: 

120 Minuten

GENRE:            

Thriller

DEUTSCHER KINOSTART: 

07. Oktober 2010

ALTERSFREIGABE:  

F.S.K. 12

INTERNETSEITE: 

http://www.sonypictures.com/movies/thesocialnetwork/

The Social Network Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

Der Daumen hoch

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THE GAME – DAS GESCHENK SEINES LEBENS von David Fincher mit Michael Douglas und Sean Penn mochten.

 

 

Inhalt

In einer Herbstnacht in Harvard im Jahr 2003 setzt sich der junge und strebsame Computerfreak Mark Zuckerberg vor seinen Rechner und beginnt ohne Pause, an seiner neuen Idee zu arbeiten.

Er will ein interaktives, soziales Netzwerk kreieren, auf dem man alles von jedem lesen kann. Seine Idee wird zum Selbstläufer und gigantischem Erfolg.

Dafür zahlt er jedoch einen hohen Preis…

 

Kritik

Wie schon zuvor „Zodiac – Die Spur des Killers“, David Finchers unterschätztes und atmosphärisch dichtes Meisterwerk, beginnt auch „The Social Network“ sehr dialoglastig.

Trotzdem ist das Ganze ebenso fesselnd und atmosphärisch wie der Film über den Killer, der Don Siegel zu „Dirty Harry“ inspirierte.

Zugegeben, man muss entweder ein Auge für Kameraeinstellungen und underscoring haben, oder aber einfach David Fincher erprobt und von seinen Filmen angetan sein, um das ganze Spektrum der Perfektion von „The Social Network“ würdigen zu können.

Denn selbst die simpel erscheinenden Dialogszenen sind geprägt vom düster – morbiden Stil des Regisseurs. Spricht man „Fincherisch“, so kann man überall seinen Namen lesen.

Die Kamera ist langsam und bedacht, jede Einstellung ist wohl überlegt, die Ausleuchtung ist dermaßen finster und bedrückend, dass man sich seltsam beengt fühlt.

Sogar den Sonnyboy Justin Timberlake, der erstaunlich treffend gecastet wurde, integriert Fincher perfekt ins Geschehen und verleiht ihm, durch seine präzisen Regieanweisungen, eine düstere und schwer einzuschätzende Seite.

Es scheint so, als würden unter seiner Rute alle, von Brad Pitt, über Robert Downey Jr., bis hin zum, eigentlich milchbubigen Jesse Eisenberg, zu Höchstform auflaufen.

Es dürfte mit zur schwierigsten Aufgabe eines Regisseurs gehören, junge Darsteller nicht so zu inszenieren, wie Michael Bay es in seiner „Transformers“ Reihe mit Shia LaBeouf getan hat. Natürlich fängt dieser komplizierte Prozess bereits beim Casting an.

Bewusst hat Fincher Leute wie Jesse Eisenberg und Adrew Garfield gecastet.

Zwar ist Garfield der deutlich, überlegene Schauspieler, jedoch steckt auch in Eisenberg noch einiges an Potential.

Ebenfalls loben, kann man den „Jurassic Park“ Kinderstar Joseph Mazzello.

Nach langer Leinwandabstinenz ist er, erneut von Spielberg gefördert, in der aufwändigen Miniserie „The Pacific“ aufgetreten und wurde daraufhin vom „Fight Club“ Regisseur engagiert. Zwar ist er nicht oft zu sehen, spielt aber durchaus solide und beweist, dass der „Füller noch durchaus voller Tinte“ ist. Bleibt zu hoffen, dass wir ihn demnächst öfter in anspruchsvollen Projekten involviert sehen werden.

Wie bereits erwähnt, ist der Film auch technisch äußerst überzeugend.

Die Kamera ist, besonders in der Rudersequenz in England, eine reine Offenbarung und hext ungekannte Bildkompositionen auf die Leinwand.

Gerade in dieser Szene, vermutlich die eindrucksvollste und auch einzig actionlastige Sequenz im gesamten Film, tritt auch die elektronische Musik von Trent Raznor uns Atticus Ross in den Vordergrund. Sie erinnert stark an den Score, welchen die „Dust-Brothers“ 1999 für „Fight Club“ schufen. Die Musik ist dermaßen kalt, präzise und überstylisiert, dass sie alleine dem Film mehr Atmosphäre verleiht, als viele andere Filme zusammengenommen haben.

Fincher hat es hier wieder einmal geschafft, aus einem augenscheinlich uninteressanten, unspektakulären oder für ihn ungeeignet erscheinenden Stoff, ein Meisterwerk zu komponieren und die Tatsache, dass der echte Zuckerberg, den Filmemachern jegliche Unterstützung verwehrte, weil das von ihm hier gezeichnete Bild sehr negativ ausgefallen ist, verleiht Finchers Film nur noch mehr Authentizität.

Johannes Scholten

FAZIT

Atmosphärisch dichtes Meisterwerk, das mit seiner stylisch-düsteren Bildsprache für die Dialoglastigkeit mehr als entschädigt.

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Veröffentlicht am 12. August 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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