Savage – At the End of all Humanity

ANSPRUCH: 

**

TITEL:

Savage – At the End of all Humanity

SPANNUNG: 

**

ENTSTEHUNGSLAND:

Irland

ACTION:        

**

ERSCHEINUNGSJAHR:

2009

HUMOR:        

 

REGIE:

Brendan Muldowney

EROTIK:        

**

DARSTELLER:

Darren Healy

Nora-Jane Noone

Andrew Bennett

Cathy Belton

GEWALT:      

****

LÄNGE:

87 Minuten

GENRE:          

Sozialkritisches Drama

DEUTSCHER KINOSTART:

26. November 2010 (Direct to Video)

05. November 2010 (Verleihstart)

ALTERSFREIGABE:

F.S.K. 18

INTERNETSEITE:

http://www.ionnewmedia.de/cms/movie.php?info=p845_SAVAGE–ST-RKANAL-EDITION-.html

 

 Savage - At the End of all Humanity Kinoplakatmotiv

WERTUNG:

 

 

Der Daumen schräg nach oben

 

 

 

  Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie Martin Scorseses Meisterwerk TAXI DRIVER und Sam Peckinpahs Film WER GEWALT SÄT mochten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt

Paul Graynor ist ein Jedermann. Er ist Fotograf, hat also einen normalen Job und ein normales

Leben.

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem er überfallen und brutal von zwei Jugendlichen verstümmelt wird.

Als er danach im Krankenhaus erwacht, erzählt man ihm immer zu, dass alles schon wieder in Ordnung kommen würde.

Doch Paul weiß, es ist nichts mehr, wie es mal war…

 

Kritik

Man merkt schon zu Beginn des Filmes, dass Regisseur Brendan Muldowney sich von diversen anderen Werken inspirieren ließ.

So erinnert der Anfang, Paul fotografiert fasziniert zwei erbärmlich wirkende Obdachlose, die sich um eine Flasche Schnaps prügeln, an Mary Harrons Meisterwerk „American Psycho“. Die kalte, distanzierte und doch verletzliche Art ist dieselbe!

Nachdem der Film vorüber ist, kommen dem Genreerfahrenen Zuschauer Titel wie Martin Scorseses „Taxi Driver“ oder Sam Peckinpahs „Straw Dogs“ in den Sinn.

„Savage“ ist wie ein sehr realistischer Rachefilm, ein sensibler „Mann sieht rot“. Hauptdarsteller Darren Healy („Layer Cake“), der bisher meist durch Nebenrollen, bei denen er einen Drogenjunkie verkörperte, aufgefallen war, leistet hier erstaunliches.

Sehr schön übermittelt er die verschiedenen Stadien seiner Rolle. Aufgeteilt wurde „Savage“ in vier unterschiedliche Levels.

1. Angst. Hier wird mit dem Überfall auf Paul der Grundstein für seine spätere emotionale Entwicklung gelegt.

2. Kontrolle. Nach dem Vorfall, versucht Paul, die Kontrolle über seine Psyche und seinen Körper zurück zu erlangen, indem er sich sportlich betätigt, einen Selbstverteidigungskurs besucht und zu einer Psychiaterin geht.

Punkt drei indiziert das Scheitern von Punkt zwei, „die Wut“.

Paul sieht seinen Ausweg in Selbstzerstörung und Gewalt.

Punkt vier ist dann der Klimax, „Die Rache“.

Durch die mitreißende Darstellung von Darren Healy, gehen diese Stadien absolut fließend ineinander über und veranschaulichen Pauls „Devolution“.

Seine Entwicklung, vom sensiblen und verletzlichen Subjekt, zum aggressiven und selbst zerstörerischen Menschen ist sehr facettenreich und authentisch präsentiert.

Man begleitet ihn nicht nur auf seinem Weg, sondern fühlt regelrecht mit ihm mit.

Durch den treffenden Score und Einsatz von Soundeffekten, wie dem schrillen Piepsen, welches Paul auf Grund seines Tinnitus nach dem Überfall hört, ist man ebenfalls merkwürdig bedrückt und fühlt sich in den Abgrund gesogen.

Pauls Freundin Michelle, gespielt von Nora-Jane Noone, die aussieht wie ein junges Abbild von Gina Gershon aus „Red Heat“ und „Im Körper des Feindes“, stellt Pauls einzigen Bezugspunkt dar.

Liebevoll umsorgt die Krankenschwester ihn und versucht ihn vor der Hölle zu bewahren.

Zu Recht wurden sowohl Nora-Jane Noone, als auch Darren Healy für ihre Rollen in diesem Film, für den „IFTA“, den „Irish Film and Television Award“ nominiert.

Möglicherweise wird dieser Film, der das Spielfilmdebut von Regisseur Brendan Muldowney darstellt, selbigem eine ähnliche Karriere wie Neil Marshall („The Descent – Abgrund des Grauens“) ermöglichen. Marshal hat sich mit seinen brutalen, aber stets augenzwinkernden Horrorfilmen wie „Doomsday – Tag der Rache“ und „Dog Soldiers“, auch in Hollywood einen Namen gemacht.

Kritikpunkt bei „Savage“ ist lediglich seine Überinszenierung, die besonders am sehr abrupten  Ende ins Auge fällt.

Ein wenig mehr inszenatorisches Feingefühl wäre hier wünschenswert gewesen.

 

Johannes Scholten

 

FAZIT  Ultra brutales Rachedrama, das durch seinen hervorragenden Protagonisten, Darren Healy, aber auch seine übertriebene Inszenierung auffällt!

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Veröffentlicht am 16. August 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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