Captain America – The First Avenger

ANSPRUCH:    TITEL:

Captain America – The First Avenger

SPANNUNG: 

**

ENTSTEHUNGSLAND:

USA

England

ACTION:        

***

ERSCHEINUNGSJAHR:

2011

HUMOR:         

**

REGIE:

Joe Johnston

EROTIK:           DARSTELLER:

Chris Evans

Hayley Atwell

Sebastian Stan

Tommy Lee Jones

GEWALT:      

*

LÄNGE:

124 Minuten

GENRE:          

Action

Science Fiction

DEUTSCHER KINOSTART:

18. August 2011

ALTERSFREIGABE:

F.S.K. 12

INTERNETSEITE:

http://captainamerica.marvel.com/

 Captain America - The First Avenger Kinoplakatmotiv

 

WERTUNG:

Der Daumen zur Seite

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie X-MEN von Bryan Singer und die IRON MAN Filme von Jon Favreau mit Robert Downey Jr. mochten.

 

 

Inhalt

Obwohl der Amerikaner Steve Rodgers bereits mehrmals auf Grund seiner mageren Statur vom Rekrutierungsbüro abgelehnt wurde, versucht er es erneut.

Der Zufall lässt den deutschen Wissenschaftler im Dienste der Army, Dr. Abraham Erskine, auf den patriotischen Rodgers aufmerksam werden.

Der Dr. will ihn für ein streng geheimes Experiment verwenden, dass sich kriegsentscheidend auswirken soll.

Nun wird Rodgers zu viel mehr, als nur einem Soldaten…

 

Kritik

Ebenso wie „Thor“, „Iron Man 1 + 2“ und „Hulk“, ist auch „Captain America“ Teil von Marvels gigantischer Werbecampagne für „The Avengers“, dem ultimativen Spin-off, bei dem sämtliche der berühmten Marvel Comichelden aufeinander treffen und gemeinsam die Welt retten.

Eine aufwendige aber definitiv effiziente Marketingstrategie!

„Captain America“ für sich genommen, ist ein teils charismatischer, aber insgesamt oberflächlicher Actionfilm.

Regisseur Joe Johnston scheint vergessen zu haben, dass es nicht „Jumanji 3“ ist, den er hier dirigiert.

Die für ihn typische, oberflächliche Inszenierung, die Abstinenz von Gewalt und somit auch ein Mangel an Authentizität, sind hier stets prägnant.

Bis auf eine Szene, in der ein Nazibösewicht in einen Propeller gerät, ist kaum Blut zu sehen.

Mit ihren futuristischen, großkalibrigen Waffen, feuern die Schergen von „Red Scull“ (Hugo Weaving), dem Anführer einer geheimen Forschungsabteilung der Nazis, mit Namen „Hydra“, auf die amerikanischen Gegner, die sich daraufhin einfach auflösen.

Selbst (oder gerade) bei einer Comicadaption, sollte man zumindest ein wenig authentische Züge integrieren (siehe „Iron Man“).

Gelungen ist hingegen die Selbstironie des Filmes.

Die Tatsache, dass der Volksheld der Nation „Captain America“ nicht, wie er es eigentlich möchte, an die Front, sondern ins Rekrutierungsbüro geschickt wird, um dort auf glamourösen Veranstaltungen neue Rekruten anzuwerben, ist mehr als augenzwinkernd.

Ein wenig zunichte gemacht wird das Ganze vom, im Videospiel Look gehaltenen Kampf zwischen dem Captain und seinem Erzfeind „Red Scull“.

Die Actionszenen sind hier merkwürdig lahm choreographiert und lassen die Dynamik eines Michael Bay vermissen.

Ebenso durchwachsen sind die 3D – Effekte, die zum Teil vollkommen überflüssig erscheinen, so wie schon in „Thor“.

Lediglich in einigen Kampfszenen, etwa wenn Steve Rodgers sein äußerst stylisches Schild gegen eine feindlichen Panzer schleudert und es, wie ein Boomerang abprallt und auf den Betrachter zufliegt, ist der Effekt der 3D – Technik durchaus spaßig.

Die Darsteller sind passend und sogar der, im Vorfeld als fehl besetzt kritisierte Chris Evans als „Captain America“, entpuppt sich als passende Besetzung, was vor allem seinem Personal Trainer zu verdanken ist, der dem Darsteller half, ein wenig „Muscle behind the Hustle“ zu trainieren.

Hugo Weaving und Toby Jones als Oberhaupt bzw. Wissenschaftler der Naziorganisation „Hydra“, haben sich einen beachtlichen deutschen Akzent (unbedingt die Originalfassung anschauen) angeeignet, der ebenso authentisch wie amüsant ist.

Die amerikanische Seite überzeugt mit Tommy Lee Jones als Colonel Chester Phillips.

Auch er spricht mit zeitgemäßer Zunge, wie man es aus amerikanischen Filmen und Radiospots der 40er Jahre kennt.

Durch seine sarkastischen Kommentare in kitschig, übertriebenen Szenen der Annäherung zwischen Steve Rodgers und seiner Angebeteten Peggy Carter (Hayley Atwell), lockert Jones die verkrampft wirkende Inszenierung ein wenig auf.

Er ist in jedem Fall der interessanteste (weil nicht triviale) Charakter der amerikanischen Seite.

Was in Zeiten von Hans Zimmers, Steve Jablonskys oder John Powells Elektro-Synth-Klängen fast schon ungewohnt erscheint, ist der klassisch – konservative Orchestralscore der Altmeister Alan Silvestri („Predator“, „Zurück in die Zukunft 1-3“) und Alan Menken („Aladdin“, „Rapunzel – Neu verföhnt“).

Dieser erinnert, weil übertrieben – pompös aber dennoch passend, an die Filmmusik der 90er Jahre.

Der Score ist neben Tommy Lee Jones und Hugo Weaving der gelungenste Teil von „Captain America – The First Avenger“.

 

Johannes Scholten

 

FAZIT Seicht inszenierter und oberflächlicher Actionfilm, der einiges an Potential vergeudet, jedoch über gute Schauspieler und einen herrlich – altmodischen Score verfügt.

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Veröffentlicht am 22. August 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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