Die Abenteuer von Tim und Struppi

ANSPRUCH:   

 

TITEL: 

Die Abenteuer von Tim und Struppi

SPANNUNG:   

**

ENTSTEHUNGSLAND: 

USA

Neuseeland

ACTION:          

***

ERSCHEINUNGSJAHR: 

2011

HUMOR:           

**

REGIE: 

Steven Spielberg

EROTIK:          

 

DARSTELLER: 

Jamie Bell

Andy Serkis

Nick Frost

Simon Pegg

GEWALT:        

*

LÄNGE: 

107 Minuten

GENRE:            

Abenteuer

DEUTSCHER KINOSTART: 

27. Oktober 2011

ALTERSFREIGABE:  

F.S.K. 6

INTERNETSEITE: 

http://www.us.movie.tintin.com/

Die Abenteuer von Tim und Struppi Kinoplakatmotiv

 

WERTUNG:

Der Daumen hoch

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie die INDIANA JONES Filme von Steven Spielberg und SAHARA – ABENTEUER IN DER WÜSTE mit Matthew McConaughey und Steve Zahn mochten.

 

 

Inhalt

Als der Hobbydetektiv Tim eines schönen Tages auf einem Flohmarkt ein Model eines Dreimasters ersteht, gerät er unverhofft in ein mörderisches Wettrennen gegen die Zeit.

Klar, dass ein versunkener Schatz von unschätzbarem Wert mehr Interessenten auf den Plan ruft, als nur Tim und seinen treuen, vierbeinigen Begleiter Struppi…

 

Kritik

Es ist schon erstaunlich, dass die, in Europa seit Jahrzehnten Kultstatus genießenden Comics des belgischen Zeichners Georges Prosper Remi, besser bekannt unter seinen umgedrehten Initialen „RG“, ausgesprochen „Herge“, in den USA bisher fast keine Beachtung fanden.

Mit Sicherheit wird die Tatsache, dass Spielberg himself sich dem Stoff annahm daran einiges ändern.

Bereits vor circa 30 Jahren hatte sich der Regisseur die Rechte an den Comics gesichert, jedoch nie einen Film daraus gemacht.

Lange hat es gedauert, bis sich Spielberg dem Stoff erneut zuwandte.

Möglicherweise hatte er in den 80ern bereits eine Art Trickfilmumsetzung im Kopf, um der einzigartigen Atmosphäre der Vorlage gerecht zu werden, war aber auf Grund von den damaligen technischen Möglichkeiten limitiert.

Genau wie James Cameron mit seinem Mammutprojekt „Avatar“, musste auch Spielberg lange warten und genau wie bei seinem kanadischen Kollegen, hat sich auch bei ihm das Warten gelohnt. Beide fanden schließlich ihren Weg ins neuseeländische Wellington, wo Peter Jackson seine Filmstudios und die Effektschmiede „Weta“ besitzt.

Mithilfe des altbewährten „Motion Capturing“ Verfahrens, wurde den computeranimierten Charakteren ein authentisches Gesicht gegeben. Ähnlich wie in „Avatar“ ist der Look stellenweise fast schon fotoreal. Besonders Details wie Hände, Haare und Augen sind bemerkenswert gelungen.

Wieder einmal hat Spielberg sein Castingtalent unter Beweis gestellt und eine internationale Riege an Schauspielern angeheuert.

Mit Jamie Bell, bekannt als „Billy Elliot, dem dynamischen Duo aus U.K., Nick Frost und Simon Pegg, ebenso wie Andy Serkis, dem mittlerweile wohl CGI und Motion Capture erfahrendsten Schauspieler aller Zeiten, sind Namen aus aller Welt vertreten.

Besonders Andy Serkis begeistert als abenteuerlustiger Trunkenbold Captain Haddock.

Durch die moderne Computertechnik wird der schrullige Charakter des englischen Mimen verlustfrei auf sein CGI Avatar übertragen und verleiht dem Captain enorm viel Menschlichkeit und Authentizität.

Spielberg drückt dem Film mehr als offenherzig seinen Stempel auf und sucht Inspiration bei sich und anderen.

Szenen, in denen Tim, Struppi und Captain Haddock in einem Motorrad plus Beiwagen durch die Provinz von Marokko rasen, erinnern ebenso an „Jäger des verlorenen Schatzes“ wie auch an „Der letzte Kreuzzug“.

Neben weiteren Anspielungen auf zum Beispiel „Der weiße Hai“, wird auch die filmische Vergangenheit von Produzent Peter Jackson mit integriert. Wenn Captain Haddock den kleinen Struppi beim ersten Zusammentreffen als „riesige sumatra Ratte“ klassifiziert, werden Bilder von in Rasenmäher stolpernden Zombiemassen erneut lebendig.

Diese Selbstzelebrierungen sind nicht nur legitim, sondern sogar der Atmosphäre dienlich.

Alles in allem kriegt man genau das, was man erwartet, Spielberg-typische „Movie Magic“,

die altbekannte Botschaft, dass man niemals aufgeben darf und einen sehr jungen Protagonisten. All dies lässt Momente aus der Popkorn Kino geschwängerten Kindheit emporkriechen und bereitet schlichtweg Freude.

Es versteht sich von selbst, dass Spielberg auch dieses Mal wieder auf seinen langjährigen Weggefährten und Altmeister John Williams zurückgreift, der einen dynamischen Score komponiert hat, irgendwo zwischen „Catch me if you can“ und diversen anderen Einflüssen.

Er, Cutter Michael Kahn, DP Janusz Kaminski und die Produzentin Kathleen Kennedy,

Sie alle sind erneut mit dabei und das ist auch gut so!

Johannes Scholten

FAZIT Auch wenn die CGI Tricks schnell den „Wow-Effekt“ verlieren, so sind sie doch storydienlich und verhelfen den Abenteuern von Tim und Struppi zu einer wunderbar abenteuerlichen Atmosphäre. Sogar dem oftmals düsteren Unterton der Vorlage wird Citizen Spielberg mehr als gerecht.

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Veröffentlicht am 28. Oktober 2011, in German Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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